Lesen: Schnee am Jaufenpass legt mehrere Autos lahm und fordert Einsatzkräfte

Schnee am Jaufenpass legt mehrere Autos lahm und fordert Einsatzkräfte

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Am Donnerstag, dem 14. Mai, hat Schneefall Autofahrer am Jaufenpass überrascht. Kurz vor 15 Uhr blieben mehrere Fahrzeuge kurz unterhalb des Passes auf der verschneiten Straße stehen, die Räder drehten durch und die Sicht war schlecht.

Die erhielt am Nachmittag mehrere Notrufe. Fünf Feuerwehrleute rückten mit Löschfahrzeug und Mannschaftstransportfahrzeug aus, während der Straßendienst einen Schneepflug einsetzte. Verletzt wurde niemand.

Brisant war der Einsatz auch deshalb, weil die festgefahrenen Fahrzeuge mit Sommerreifen unterwegs waren. Der Jaufenpass verbindet das Wipptal mit dem Passeiertal, und gerade im Mai bleibt die Lage in den Alpen unberechenbar. Rund um die vom 11. bis 15. Mai treten statistisch gehäuft späte Kaltlufteinbrüche auf; ein Fachmann beschrieb Schnee im Mai deshalb als „doch recht ungewöhnlich“, aber nicht völlig aus dem Rahmen fallend.

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Für Südtirol hat das eine handfeste Seite: Dort gilt eine witterungsabhängige Pflicht zur Winterausrüstung, und auch in den vergangenen Jahren war die Schneefallgrenze Ende Mai zeitweise noch ungewöhnlich tief. 2011 und 2012 sank sie vorübergehend auf 1.000 bis 1.200 Meter, am 24. Mai 2013 fielen auf der Seiser Alm 40 Zentimeter Neuschnee und in den Dolomiten über 60 Zentimeter. Wer an einem warmen Maitag über einen Alpenpass fährt, kann sich also binnen Minuten in eine Winterlage wiederfinden.

Am Jaufenpass war die Störung nach rund zwei Stunden beendet. Der Einsatz blieb glimpflich, doch er zeigt, wie schnell ein spät einsetzender Kälteeinbruch im Mai den Verkehr in den Bergen zum Stillstand bringen kann.

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