Serhou Guirassy will Borussia Dortmund nach Möglichkeit verlassen. Der 30 Jahre alte Angreifer hat den Klub darüber informiert, dass er einen Abschied bevorzugt, obwohl sein Vertrag noch bis 2028 läuft.
Für Dortmund ist das ein schwerer Moment, weil Guirassy in dieser Saison bereits 16 Bundesliga-Tore erzielt hat und in zwei Jahren auf 59 Treffer in 95 Pflichtspielen kommt. Der Stürmer zählt damit zu den prägendsten Spielern der vergangenen beiden Jahre beim BVB, zugleich hat Sky Sport berichtet, dass die von dort einst genannte Ausstiegsklausel über 50 Millionen Euro inzwischen deutlich gesunken sei. Sie könnte für mehrere Spitzenklubs interessant werden: Real Madrid, FC Barcelona, Manchester City, Liverpool, Chelsea, Manchester United und Arsenal können die Option aktivieren.
Im Umfeld des Spielers gilt zudem als Hinweis auf die Lage, dass er mit der Art und Weise, wie die Mannschaft spielt, unzufrieden sein soll, auch wenn sein Verhältnis zu Niko Kovac als gut beschrieben wird. Das macht die Sache für Dortmund besonders heikel: Der Klub will Guirassy halten, Lars Ricken und Kovac wollen ihn nach Überzeugung der Verantwortlichen zum Bleiben bewegen, und mit dem neuen Sportdirektor Ole Book hat es bereits ein erstes Gespräch gegeben.
Genau dort liegt der Widerspruch, der die nächsten Tage bestimmen dürfte. Auf der einen Seite steht ein Torjäger, der sportlich kaum zu ersetzen wäre und bei dem es derzeit keine offizielle Annäherung eines Klubs an Dortmund gibt. Auf der anderen Seite stehen gleich mehrere europäische Schwergewichte sowie AC Milan, Tottenham Hotspur und Fenerbahce, die sich für einen Transfer interessieren könnten, sobald sich ein Weg auftut.
Für Dortmund wird nun entscheidend sein, ob die nächsten Gespräche reichen, um Guirassy umzustimmen, oder ob aus einem internen Wunsch bald ein Markt wird. Noch spricht die Vertragslage für den BVB. Die Richtung des Falls spricht aber bereits dagegen.

