Borussia Dortmund hat den Kaderumbau noch nicht abgeschlossen. Nach dem bereits fixierten Transfer von Joane Gadou aus Salzburg sagte Sportdirektor Ole Book, der Verein wolle auch in den kommenden Wochen handlungsfähig bleiben und noch vor dem Start der Saisonvorbereitung im Juli möglichst ein bis zwei weitere Zugänge verpflichten.
Für den 2026/2027-Start in der Mitte des Julis richtet sich der Blick der Dortmunder vor allem auf zwei Baustellen: das zentrale Mittelfeld und die Offensive. Book machte klar, dass der Klub einen kreativen Offensivspieler sucht, auch mit Blick auf einen möglichen Ersatz für Julian Brandt, während Kennet Eichhorn als Kandidat diskutiert wird. Zu dem 16-Jährigen sagte Book, man kenne und möge ihn, vieles andere werde sich zeigen. Auch Samuele Inacio steht nach seinen Worten fest auf dem Zettel des Vereins.
Der erste Neuzugang des Sommers hat den finanziellen Spielraum allerdings bereits spürbar belastet. Für Gadou soll Dortmund rund 25 Millionen Euro plus 4,5 Millionen Euro an Boni eingeplant haben. Book sagte, es bleibe trotzdem noch Platz für weitere Investitionen in Höhe von zehn bis zwölf Millionen Euro, ohne vorher verkaufen zu müssen. Der Verein wolle in all den Phasen des Fensters transfersfähig sein, also nicht nur früh, sondern auch später noch reagieren können.
Genau darin liegt für Dortmund die eigentliche Aufgabe dieses Sommers. Book stellte klar, dass der Klub wirtschaftlich sauber arbeiten müsse, zugleich aber kreativ bleiben wolle, um Möglichkeiten für neue Deals zu schaffen. Deshalb sei es wahrscheinlich, dass es im Laufe des Sommers Bewegung geben werde. Neben möglichen Zugängen rechnet Dortmund auch mit Abgängen, wobei vor allem Serhou Guirassy, Karim Adeyemi, Marcel Sabitzer, Ramy Bensebaini, Yan Couto und Julian Ryerson als denkbare Wechselkandidaten gelten.
Bei Guirassy bleibt die Linie der Dortmunder vorerst eindeutig. Book sagte, man wolle den Angreifer grundsätzlich nicht abgeben. Sollten jedoch unglaubliche Angebote eintreffen, werde der Klub noch einmal nachdenken. Für Dortmund ist der Bvb Transfer damit nicht nur eine Frage des Nachschubs, sondern auch der Balance zwischen Kaderplanung, Marktbewegung und den finanziellen Grenzen eines Sommers, in dem noch einiges passieren dürfte.
