Chelsea und Manchester City treffen am 16. Mai im FA-Cup-Finale aufeinander. Anstoß ist um 17:00 Uhr Moskauer Zeit, und die Partie bringt zwei Teams zusammen, die den Weg nach Wembley auf sehr unterschiedliche Weise zurückgelegt haben.
Chelsea erreichte das Endspiel über Charlton mit 5:1 in der 1/32-Finale-Runde, über Hull City mit 4:0, über Wrexham mit 4:2 in der 1/8-Finale-Runde, über Port Vale mit 7:0 im Viertelfinale und über Leeds mit 1:0. Manchester City setzte sich gegen Exeter City mit 10:1, Salford mit 2:0, Newcastle mit 3:1, Liverpool mit 4:0 und Southampton mit 2:1 durch. Die Zahlen zeigen schon vor dem ersten Anpfiff, warum dieses Finale mehr ist als nur ein weiterer Termin im Kalender.
Chelsea geht mit wechselhaftem Rückenwind in das Spiel. Die Mannschaft spielte zuletzt 1:1 gegen Liverpool, davor gab es ein 1:3 gegen Nottingham Forest. In den vergangenen fünf Partien gewann Chelsea nur einmal, erzielte dabei drei Tore und kassierte acht Gegentreffer. Für das Finale fehlen Derri, Estevan, Garnacho, Bynou-Gittens, Neto und Sanchez verletzt, zudem ist Mudrik gesperrt. Hoffnung macht João Pedro, der in drei FA-Cup-Partien für Chelsea zweimal traf.
Manchester City reist dagegen mit einer ganz anderen Serie an. Das Team schlug Crystal Palace zuletzt mit 3:0 und zuvor Brentford ebenfalls mit 3:0. City ist in den vergangenen neun Spielen in allen Wettbewerben ungeschlagen, holte acht Siege und ein Unentschieden. Auch im direkten Vergleich spricht vieles für den Klub aus Manchester: In den letzten fünf Duellen mit Chelsea gab es keine Niederlage, darunter vier Siege und ein Remis.
Dieser Unterschied schlägt sich auch bei den Quoten nieder. Ein Sieg von Manchester City wird mit 1,68 bewertet, ein Unentschieden mit 4,15 und ein Chelsea-Erfolg mit 4,70. Für mehr als 2,5 Tore liegt die Quote bei 1,68, für weniger als 2,5 bei 2,20. Die Erwartung ist damit klar formuliert: City geht als Favorit ins Finale, auch wenn Chelsea in einem K.-o.-Spiel jederzeit gefährlich werden kann.
Der Druck auf Chelsea ist größer als nur die Statistik. Der Klub hat in dieser Saison bereits zwei Trainerwechsel hinter sich und wird als Mannschaft in schwacher Form beschrieben. Das Finale kommt für die Londoner zu einem Zeitpunkt, an dem sie dringend ein Resultat brauchen, das den Blick auf die gesamte Saison verändert. Für Manchester City ist die Lage nüchterner, aber nicht weniger ambitioniert: Der Klub kämpft noch um den Premier-League-Titel und hat zugleich eine realistische Chance, auch den FA Cup zu gewinnen.
Genau darin liegt der Kern dieses Endspiels. Chelsea braucht mehr als nur eine ordentliche Leistung, um die Rollenverteilung zu kippen. City muss der Favoritenrolle gerecht werden und verhindern, dass ein einziges Finale eine lange Serie von Vorteilen wertlos macht. Сергей Писцов brachte den Abend mit einer einfachen Frage auf den Punkt: Wer wird am Ende den FA Cup über den Kopf heben? Nach Form, Bilanz und Stabilität spricht vieles dafür, dass Manchester City diese Antwort liefert.

