Leon Goretzka steht vor dem Ende seiner Zeit beim FC Bayern, und der nächste Schritt könnte ihn nach Italien führen. Nach acht Jahren in München wird der 31-Jährige im Sommer 2026 mit einem Goretzka Wechsel in Verbindung gebracht, wobei AC Milan als eine mögliche Adresse gilt.
Massimiliano Allegri soll Goretzka zu seinen Wunschspielern zählen. Für den Mittelfeldmann wäre bei den Rossoneri offenbar sogar ein Vertrag bis 2029 denkbar. Mit 310 Einsätzen für Bayern verlässt Goretzka einen Klub, bei dem er sich über Jahre als taktisch disziplinierter und körperlich präsenter Spieler empfohlen hat. Er bringt Abschlussstärke, Kopfballqualität und das Gespür mit, Räume konsequent zu schließen. In einem 3-5-2-System könnte er sowohl in einer der beiden defensiveren Rollen als auch weiter vorne eingesetzt werden.
Die Idee passt auch zur langen Linie von Spielern, die von München nach Mailand gewechselt sind. Für Milan wäre Goretzka sportlich kein einfacher Fall, denn das zentrale Mittelfeld ist bereits dicht besetzt. Luka Modric ist dort derzeit Stammspieler, dazu stehen Ruben Loftus-Cheek, Adrien Rabiot, Youssouf Fofana, Samuele Ricci und Ardon Jashari zur Verfügung. Auch Ismael Bennacer, Yunus Musah, Warren Bondo und Mattia Zeroli gehören ab Sommer auf dem Papier zum Kader. Ein zusätzlicher Zugang würde deshalb sofort Fragen nach Rollen und Hierarchie aufwerfen.
Gleichzeitig ist Milans Lage noch nicht stabil genug, um schon von einer abgeschlossenen Planung zu sprechen. Vor den letzten zwei Spieltagen lag der 19-malige italienische Meister auf Rang vier und punktgleich mit AS Roma. Das Champions-League-Ticket ist damit nicht sicher, und ein Verpassen könnte Folgen haben. Im Klub wird bereits darüber gesprochen, dass dann wertvolle Spieler gehen müssten; Rafael Leão wird schon zum Verkauf gestellt, Niclas Füllkrug soll ebenfalls zu Geld gemacht werden. Genau deshalb hängt auch der Goretzka Wechsel nicht nur an einem Namen, sondern an der Frage, wie Milan in den kommenden Wochen sportlich und wirtschaftlich abschneidet.
Für Goretzka wäre Italien ein Schritt in einen neuen Wettbewerb, für Milan ein Transfer mit bekanntem Profil: erfahren, robust, sofort einsetzbar. Ob daraus mehr wird als eine Idee, entscheidet sich an der Schnittstelle zwischen Kaderplanung und Tabellenstand.

