Victoria Swarovski und Michael Ostrowski werden am 16. Mai das Finale des Eurovision Song Contest gemeinsam moderieren. Die beiden führen die Show in Wien auf Englisch durch, vor einem Publikum, das für eines der größten Live-Ereignisse der Welt steht: rund 170 Millionen Menschen sollen vor den Fernsehern zuschauen, etwa 10.000 ESC-Fans sitzen in der Arena.
Für Swarovski ist der Abend nicht nur ein Moderationsjob. Die 32-Jährige steht in diesem Februar schon als neue Moderatorin bei Let’s Dance im Rampenlicht und arbeitet zugleich an ihrer ersten eigenen Modekollektion. Genau das spiegelt sich auch in der Vorbereitung auf die große ESC-Nacht. Sie habe sich „unfassbar viele Gedanken gemacht“, ob sie etwas Spektakuläres oder eher etwas Reduziertes tragen solle, sagte sie backstage während der ESC-Woche. Am Ende werde es viele Outfit-Wechsel geben. Einer davon sei in genau 59 Sekunden geplant. „Der Reißverschluss muss halten – alles andere wäre blöd“, sagte sie. Und: In einem der Looks werde „nicht so viel Stoff“ verarbeitet.
Ostrowski, 53, blickt gelassener auf die gemeinsame Aufgabe, obwohl auch für ihn die Dimension der Show besonders ist. Er und Swarovski hätten sich vom ersten Moment an gut verstanden, sagte er, offen, lustig und mit dem Gefühl, dass es passt. Dass sie sich auf der Bühne auf Englisch verständigen werden, gehört in Wien ebenso zur Realität dieses Abends wie die Millionen vor den Bildschirmen. Der ESC-Finalabend wird damit nicht nur ein musikalischer Wettbewerb, sondern ein Hochdrucktest für zwei Moderatoren, die live reagieren müssen, während draußen und drinnen das Tempo der Show kaum Spielraum lässt.
Genau darin liegt die Spannung dieses Auftritts: Auf einer Bühne dieser Größe ist nichts vollständig planbar. Swarovski sagte, bei einer Liveshow könne alles passieren, man müsse im Moment reagieren können. Deshalb müsse sie ruhig bleiben und langsamer sprechen, damit man die Aufregung nicht sofort merke. Das ist die Art von Disziplin, die eine glamouröse Fernsehnacht erst tragfähig macht. Und sie passt zu Österreich als Gastgeberland in diesem Jahr, in dem der ESC nicht nur ein Heimspiel, sondern auch ein globaler Prüfstein ist. Wer wissen will, wie eng das alles getaktet ist, findet schon jetzt Hinweise im Rahmenprogramm: Auch die Esc Startliste Finale: Sarah Engels startet in Wien auf Platz zwei gehört zu dieser Woche in Wien.
Die entscheidende Frage ist damit nicht mehr, ob die beiden den Abend anführen können, sondern ob sie die Mischung aus Tempo, Glamour und Unberechenbarkeit auf offener Bühne zusammenhalten. Swarovski setzt auf Ruhe, Ostrowski auf das Vertrauen, das sofort da war. Wenn am 16. Mai in Wien das Licht angeht, muss genau dieses Zusammenspiel tragen.

