Lesen: Swatch X Ap bringt Pocket-Watches statt Armbanduhren am 16. Mai

Swatch X Ap bringt Pocket-Watches statt Armbanduhren am 16. Mai

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bringt am 16. Mai die Royal Pop-Kollektion gemeinsam mit auf den Markt — und liefert damit nicht die Armbanduhr, die viele Uhrenfans erwartet hatten, sondern acht Taschenuhren. Die Bioceramic Royal Pop-Kollektion wird weltweit in Swatch-Läden erhältlich sein und kostet je nach Modell zwischen 400 und 420 Dollar beziehungsweise 385 und 400 Euro.

Der Schritt ist deshalb bemerkenswert, weil sich weltweit viele Amateure und Profis der Uhrenszene auf eine Armbanduhr eingestellt hatten. Swatch selbst beschreibt die Zusammenarbeit auf Instagram als „eine disruptive Kollaboration, die fröhliche Kühnheit und positive Provokation mit der Kunst der Haute Horlogerie verbindet“. Auf der Website der Marke sagte , die Kooperation verkörpere „Audacity and a zest for life“.

Für Swatch ist es nicht die erste Partnerschaft mit einem Namen aus der obersten Liga der Schweizer Uhrenwelt. Vorherige gemeinsame Projekte gab es mit und , beide Marken gehören zur . Audemars Piguet steht jedoch in einer ganz anderen Kategorie als diese beiden Häuser, und genau das macht den aktuellen Schritt so ungewöhnlich.

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Der Kontrast ist umso größer, weil , der Audemars Piguet zuvor bei der Marvel-Kollaboration geführt hatte, 2022 in einem Gespräch mit Schweizer Medien die damalige Swatch-und-Omega-Partnerschaft noch ausdrücklich verteidigte. Damals sagte er, die Branche müsse „die Art und Weise ändern, wie sie sich selbst vermarktet, und aufhören, bestimmte innovative Strategien zu kritisieren“. Er nannte die Kooperation „eine großartige Idee, die die Integrität von Omega überhaupt nicht beeinträchtigt, entgegen dem, was man vielleicht gehört hat“, und fügte hinzu: „Warum? Weil sie die jüngere Generation über die Ikonen der Uhrmacherei aufklärt.“

Genau an dieser Stelle liegt auch die Spannung um die neue Zusammenarbeit. Eine mit Haute Horlogerie vertraute anonyme Quelle sagte, diese Partnerschaft sei „sicherlich überraschend und könnte den geschätzten Kunden von Audemars Piguet nicht gefallen“. Dass Swatch ausgerechnet mit einem Hersteller aus dem Luxussegment arbeitet, verstärkt die Frage, wie Sammler und langjährige Käufer die Verbindung aufnehmen werden — zumal das Produktbild zunächst eher Irritation als Bestätigung liefert.

Die Royal-Pop-Linie ist damit mehr als ein weiteres Kooperationsprojekt im Uhrenhandel. Sie zeigt, dass Swatch weiter auf provokante Paarungen setzt, diesmal aber mit einem Ergebnis, das viele Beobachter nicht auf dem Zettel hatten. Entscheidend wird nun, ob die acht Pocket-Watches als mutiger Schritt in der Uhrenkultur gelesen werden oder als Bruch mit den Erwartungen jener Kundschaft, die bei Audemars Piguet vor allem eines sucht: Verlässlichkeit im Luxus.

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