Die Stammstrecke der Münchner S-Bahn wird an diesem Wochenende erneut gesperrt. Von Freitagnacht um 21.20 Uhr bis Montagfrüh um 04.40 Uhr fahren zwischen Isartor und Ostbahnhof keine S-Bahnen. Die S7 ist davon nicht betroffen und verkehrt regulär, weil sie die Stammstrecke nicht nutzt.
Für Fahrgäste gibt es Ersatzbusse, um die Lücken zwischen Isartor und Ostbahnhof sowie zwischen Ostbahnhof und Johanneskirchen zu schließen. Auch die Flughafen-Linie S8 ist von den Sperrungen betroffen, ebenso verkehren wegen der Gleissperrungen rund um den Ostbahnhof im weiteren Verlauf bis Johanneskirchen, Giesing und Trudering keine S-Bahnen. Die Deutsche Bahn begründet die Maßnahmen vor allem mit dem Einbau von Weichen und weiteren Arbeiten für die zweite Stammstrecke. Am Ostbahnhof wird außerdem am elektronischen Stellwerk gearbeitet, um die vergangenes Jahr in Betrieb genommene Technik zu optimieren.
Es ist das zweite Wochenende in Folge mit Einschränkungen im Münchner S-Bahnverkehr. Die Sperrung trifft nicht nur die Innenstadt, sondern auch Streckenabschnitte weit darüber hinaus. Die U5 verläuft zwischen Haupt- und Ostbahnhof weitgehend parallel zur Stammstrecke und bietet damit eine zusätzliche Verbindung im betroffenen Bereich.
Schon in den Pfingstferien steht die nächste Unterbrechung an: Vom 22. bis 28. Mai wird die Stammstrecke erneut gesperrt, dann zwischen Pasing und der Donnersbergerbrücke. Der Grund sind Arbeiten am Bahnsteig in Laim. Parallel dazu werden bis zum 15. Juni Gleise zwischen München-Riem und Markt Schwaben erneuert, für Fahrgäste der S2 sowie der Südostbayernbahn RE4 und RB40 ist ein Ersatzverkehr eingerichtet.
Ab Montag kommen weitere Belastungen im Münchner Nahverkehr hinzu. Dann beginnen Sanierungsarbeiten an den U-Bahnhöfen Poccistraße und Goetheplatz, zunächst ist bis Mitte September der Abschnitt zwischen Sendlinger Tor und Implerstraße gesperrt. Die Arbeiten an beiden Bahnhöfen sollen nach jetzigem Stand bis August 2027 dauern. Für Pendler und Reisende bedeutet das: Auf vielen wichtigen Verbindungen in der Stadt gibt es in den kommenden Wochen und Jahren immer wieder Umwege, Ersatzverkehr und längere Wege unter der Erde.

