Lesen: Isabell Werth siegt in Hamburg mit Wendy de Fontaine und Blick auf Aachen

Isabell Werth siegt in Hamburg mit Wendy de Fontaine und Blick auf Aachen

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hat in Hamburg mit den Preis der iWEST-Tierernährung Dr. Meyer GmbH & Co. KG gewonnen. Die achtmalige Olympiasiegerin erreichte im fünf Sterne Grand Prix 81,043 Prozent und setzte sich damit an die Spitze des Starterfelds.

Werth landete mit dem zehnjährigen direkt dahinter auf Platz zwei und kam auf 75,783 Prozent. Dritte wurde die Norwegerin auf dem 14-jährigen mit 73,978 Prozent. Für Hamburg war es ein deutliches Signal in einer frühen Phase der Saison, weil die Prüfung als Maßstab auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Aachen im August gilt.

Werth sagte, sie habe sich auf dem Turnier und im Stadion sehr wohl gefühlt. Die Anlage sei kompakt, die Pferde hätten sich wohlgefühlt, das Publikum sei begeistert gewesen und der Boden sei fantastisch gewesen. Gerade daraus sei guter Sport entstanden. Für sie war der Sieg mit Wendy mehr als nur ein gelungener Auftritt: Nach gut zwei Jahren als Paar sieht Werth ihre zwölfjährige Stute weiter in der Entwicklung und glaubt, dass der Ritt in Hamburg ein starkes Zeichen Richtung Aachen sein kann.

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Entscheidend war nach ihren Worten auch die Arbeit davor. Werth erklärte, sie habe zu Hause und in der Vorbereitung ihre Art zu reiten umgestellt, die Wechsel mit einer Hand und viel Lob geübt und mehr auf Kontrolle verzichtet. Sie habe Wendy mehr allein gelassen, sagte sie, und genau das habe sich bewährt, weil die Stute dadurch viel entspannter geworden sei. Der Erfolg in Hamburg bestätigt damit einen Kurs, der auf Vertrauen statt auf ständige Eingriffe setzt.

Gleichzeitig bleibt der Sieg mit Wendy eingebettet in eine Reihe offener Aufgaben. Werth hatte im vergangenen Jahr in Hamburg bereits den Louisdor-Preis für Grand-Prix-Nachwuchspferde mit Viva Gold gewonnen, und auch jetzt zeigte der zehnjährige Wallach wieder glänzende Momente im Grand Prix. Doch bei den Einerwechseln und der Schlangenlinie im Travers blieb nicht alles sauber. Werth sprach von Feinarbeit und der Verbindung, die nötig sei, um die Prüfung fehlerfrei zu reiten, und sie sagte über das Pferd, es habe super Highlights. Für den Moment bleibt die Richtung klar: reifen lassen und abwarten.

Auch Isabel Freese nahm aus Hamburg ein wichtiges Signal mit. Für sie und Total Hope OLD war das Turnier der Auftakt in die Weltmeisterschaftssaison. Freese sagte, Wendy gefalle ihrem Pferd unheimlich gut, das sei schon immer so gewesen. Total Hope OLD sei im ersten Teil der Trabtour etwas heiß gewesen, habe sich dann aber sehr schön reiten lassen, sei im Verlauf der Prüfung immer besser geworden und für sie selbst zunehmend leichter geworden. Hamburg lieferte damit den ersten echten Vergleich vor Aachen: Werth führte mit ihrer erfahrenen Routine, Freese zeigte mit einem noch nicht ganz ausgereiften Ritt, dass der Weg Richtung Spätsommer bereits begonnen hat.

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