Finnland ist im Rennen um den Sieg bei der Stadthalle klarer Topfavorit. Die Buchmacher geben Linda Lampenius und Pete Parkkonen derzeit 43 Prozent Siegchance, nachdem das Duo vor dem zweiten Halbfinale noch bei 37 Prozent lag.
Hinter Finnland hat Australiens Delta Goodrem nach dem Halbfinale spürbar zugelegt. Ihr Song „Eclipse“ steht nun bei 15 Prozent und damit deutlich näher an der Spitze als noch vor wenigen Tagen. Griechenlands Akylas, der im Verlauf der ESC-Woche noch mit 16 Prozent bewertet wurde, ist dagegen auf Rang 3 zurückgefallen; „Ferto“ kommt inzwischen nur noch auf acht Prozent. Noam Bettan liegt mit „Michelle“ auf Platz 4, Rumäniens Alexandra Căpitănescu folgt mit „Choke Me“ auf Platz 5 und fünf Prozent. Dahinter stehen Dänemarks Søren Torpegaard Lund mit „Før vi går hjem“ bei vier Prozent, Italiens Sal Da Vinci mit „Per sempre sì“ auf Platz 7 und Bulgariens Dara mit „Bangaranga“ auf Platz 8. Monroe aus Frankreich mit „Regarde!“ und Maltas Aidan mit „Bella“ komplettieren die Top Ten.
Auch die Bewegung weiter hinten im Feld ist deutlich. Schwedens Beitrag „My System“ von Felicia findet sich nur noch auf Platz 15 im Buchmacherranking, Moldaus Satoshi liegt mit „Viva, Moldova“ ebenfalls unter einem Prozent. Die im Finale gesetzten Acts aus Großbritannien und Deutschland werden von den Wettanbietern ebenfalls unter einem Prozent geführt. Am Ende der Tabelle steht Cosmo, der nicht nur im Gesamtmarkt, sondern auch im Zuschauerranking auf Platz 25 landet.
Die Quoten fassen die Einschätzungen von 14 Anbietern zusammen und zeichnen damit ein Bild, das sich je nach Abstimmungsblock deutlich unterscheidet. Im Juryvoting sehen die Buchmacher Australien als wahrscheinlichsten Sieger, Finnland auf Rang 2 und Frankreich auf dem dritten Platz. Österreich liegt dort hinter Deutschland ganz am Ende. Im Zuschauerranking setzen die Buchmacher Israel vor Griechenland und Finnland. Für Cosmo sieht es in beiden Teilwertungen düster aus: Im Gesamtmarkt zuletzt, beim Publikum ebenfalls am unteren Rand.
Der Markt reagiert damit vor allem auf die Dynamik der vergangenen Tage. Finnlands Sprung um sechs Prozentpunkte nach dem zweiten Halbfinale hat den Abstand an der Spitze vergrößert, während Akylas und Søren Torpegaard Lund im Wochenverlauf jeweils deutlich abgaben. Für die 25 Finalstarterinnen und -starter bleibt damit vor dem entscheidenden Abend vor allem eine Frage offen: Ob die Favoritenrolle von Finnland im Gesamtmarkt auch dann trägt, wenn Jury und Publikum getrennt gezählt werden.

