Ein brennendes Rad an einem Güterzug hat in der Nacht den Bahnverkehr am Bahnhof Rendsburg im Kreis Rendsburg-Eckernförde ausgebremst. Der Zug kam am späten Dienstagabend gegen 23:00 Uhr zum Stehen, nachdem auf einem einzelnen Rad ein Feuer ausgebrochen war.
Wegen des Einsatzes der Feuerwehr blieb der Bahnhof bis etwa 2:30 Uhr geschlossen. Die Einsatzkräfte prüften danach auch die Strecke über die Rendsburger Hochbrücke auf mögliche Brandschäden. Dort gibt es inzwischen keine Einschränkungen mehr, der Güterzug konnte seine Fahrt fortsetzen, und der beschädigte Güterwagen soll abgeschleppt werden.
Für den Betrieb in Rendsburg bleibt die Lage dennoch nicht völlig normal. Gleis 3 ist weiterhin gesperrt, der Zugverkehr läuft über Gleis 4, und Fahrgäste müssen weiter mit Verzögerungen rechnen. Damit fällt der Zwischenfall mitten in eine Phase, in der auch die Rendsburger Schwebefähre seit Freitagmorgen, 15. Mai, wegen eines technischen Defekts im Sensorsystem außer Betrieb ist.
Der Vorfall zeigt, wie anfällig der Verkehrsknoten rund um Bahnhof und Hochbrücke für Störungen bleibt: Ein einzelner technischer oder mechanischer Defekt kann dort in kurzer Zeit den gesamten Ablauf durcheinanderbringen. Für Reisende und den Güterverkehr in Rendsburg ist die entscheidende Nachricht aber zunächst, dass die Strecke über die Hochbrücke wieder frei ist und der Zug weiterfahren konnte.
