Bei einem schweren Chemieunfall im Nürnberger Gewerbegebiet sind am Freitagmittag 30 Menschen verletzt worden. Zwei von ihnen schwebten nach Angaben der Sanitäts-Einsatzleitung der Hilfsorganisationen in Lebensgefahr. Feuerwehr und Rettungsdienste rückten mit rund 100 Kräften an, der Großeinsatz endete gegen 16.50 Uhr.
Die Feuerwehr Nürnberg war nach Polizeiangaben bereits am Freitagvormittag zu einem Industriebetrieb gerufen worden. Als sich die Lage am Mittag zuspitzte, wurden am Einsatzort rund 90 Personen betreut. Eine Person wurde beim Eintreffen der Einsatzkräfte von Ersthelfern reanimiert, eine weitere schwebte in Lebensgefahr. Insgesamt kamen 17 Menschen ins Krankenhaus, 15 von ihnen mit mittelschweren oder leichten Verletzungen.
An dem Einsatz waren sechs Rettungswagen und drei Notärzte beteiligt, dazu diverse Schnell-Einsatzgruppen und Kräfte der Psychosozialen Notfallversorgung. Für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Einsatzkräfte zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Die freigesetzten Stoffe blieben innerhalb des Gebäudes, die gesamte Anlage wurde evakuiert.
Welche Chemikalie ausgetreten war und warum es zu dem Vorfall kam, blieb zunächst unklar. Fest stand nur, dass es sich um eine Firma handelt, die routinemäßig mit Chemikalien arbeitet. Genau diese offene Frage dürfte nun die Ermittlungen bestimmen: Was in dem Gebäude austrat, wird für die Aufarbeitung des chemieunfall nürnberg entscheidend sein.
