Meta Platforms hat im Quartal 56,3 Milliarden Dollar umgesetzt und damit den Umsatz im Jahresvergleich um 33 Prozent gesteigert. Der Nettogewinn legte zugleich um 61 Prozent zu, doch die Märkte blickten am Mittwoch vor allem auf etwas anderes: höhere als erwartete Ausgaben für Künstliche Intelligenz, die bei Anlegern für Unruhe sorgten.
Das Unternehmen setzte die Messlatte für das zweite Quartal 2026 hoch. Die Mitte der Prognosespanne liegt bei 59,5 Milliarden Dollar und würde einem Umsatzplus von 25,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen. Meta wächst damit weiter in einem Tempo, das über die vergangenen drei Jahre im Schnitt bei 19,9 Prozent annualisiert lag. Zugleich ist der Konzern mit einem Forward-Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 20 an der Börse deutlich günstiger bewertet als viele andere Wachstumswerte, auch wenn dieser Abstand die Nervosität rund um die KI-Investitionen nicht ausräumte.
Der operative Kern bleibt das Werbegeschäft. Von den 56,3 Milliarden Dollar Umsatz kamen 55,0 Milliarden Dollar aus Online-Anzeigen. Das macht deutlich, wie abhängig Meta weiter von der Reichweite seiner Plattformen ist, auch wenn das Unternehmen parallel versucht, mit Other Revenue, Meta Verified Subscriptions und WhatsApp Business Messaging breiter aufgestellt zu sein. Im Quartal brachte das Segment Other Revenue 885 Millionen Dollar ein und wuchs damit um 73,5 Prozent. Reality Labs blieb dagegen klein und rutschte von 412 Millionen Dollar auf 402 Millionen Dollar Umsatz ab.
Auch bei den Nutzern zeigte sich ein gemischtes Bild. Die täglich aktiven Nutzer gingen gegenüber dem Vorquartal leicht zurück, lagen aber immer noch 4 Prozent höher als vor einem Jahr. Meta verwies zur Erklärung auf Internetstörungen im Iran und eine Einschränkung des WhatsApp-Zugangs in Russland. Die Zahl ist nicht dramatisch, passt aber zu einem Konzern, der weiterhin auf ein weltweites Publikum von Milliarden Menschen setzt, wie Mark Zuckerberg es immer wieder beschreibt. Die Reichweite der Plattformen bleibt damit der entscheidende Hebel für alles, was Meta verkauft, von Anzeigen bis zu neuen Diensten rund um Instagram und WhatsApp.
Gerade das macht den Konflikt rund um die KI-Ausgaben so relevant. Meta investiert aggressiv in Infrastruktur und Produkte, während Anleger darauf achten, ob sich diese Wette schnell genug in zusätzlichem Wachstum auszahlt. Der Vergleich mit Alphabet fällt dabei nicht zufällig aus: Meta wächst derzeit schneller als der Rivale, und das ist ein wichtiger Grund, warum der Markt dem Konzern trotz der höheren Ausgaben weiter eine Sonderrolle zugesteht. Für Leser, die auch andere Unternehmensgeschichten verfolgen, zeigt sich derselbe Renditedruck etwa in Berichten wie der Rheinmetall Aktie legt zu und zählt im Dax zu den stärksten Werten oder in Produktmeldungen wie What Is Instagram Instant? Meta Launches Disappearing Photo Sharing und How To Turn Off Instagram Instants as Meta Widens Disappearing Photos.
Die eigentliche Frage ist nun nicht, ob Meta wächst. Das tut es klar. Entscheidend ist, ob das Unternehmen den nächsten Schub aus KI, Werbung und neuen Bezahldiensten liefern kann, ohne dass die Investoren die Rechnung vorher als zu hoch ansehen.

