Die Cleveland Cavaliers haben die Detroit Pistons am Mittwoch in Detroit mit 117:113 nach Verlängerung besiegt und damit in der Halbfinalserie der Eastern Conference mit 3:2 die Führung übernommen. Cleveland holte dabei einen Rückstand von neun Punkten auf, obwohl im Schlussviertel nur noch vier Minuten auf der Uhr standen.
Donovan Mitchell erzielte 21 Punkte, davon sieben in der Overtime, und war damit einer der Auslöser für die Wende. James Harden kam auf 30 Punkte, Max Strus steuerte 20 Punkte und acht Rebounds bei, Evan Mobley legte 19 Punkte, acht Rebounds und acht Assists auf, Jarrett Allen verbuchte 16 Punkte und zehn Rebounds. Auf der Gegenseite war Cade Cunningham mit 39 Punkten, neun Rebounds und sieben Assists der klare Mittelpunkt der Pistons, während Daniss Jenkins 19 Punkte beisteuerte.
Der Spielverlauf kippte in den letzten Sekunden der regulären Spielzeit. Cleveland glich die Partie 45,2 Sekunden vor Schluss durch zwei Freiwürfe von Mobley zum 103:103 aus und begann die Verlängerung dann mit neun der ersten elf Punkte. So setzte sich das Team auf 112:105 ab und brachte den Vorsprung über die Ziellinie. Wer die laufende Serie im Blick behalten will, findet weitere Details auch in der laufend aktualisierten Übersicht zu Detroit Pistons vs Cleveland Cavaliers sowie in den Spielerstatistiken zum Duell.
Für Cleveland hatte der Erfolg zusätzliches Gewicht, weil das Team in dieser Serie vor dem Sieg in Detroit alle fünf bisherigen Auswärtsspiele in den Playoffs des Frühjahrs verloren hatte. Detroit, die Nummer eins im Osten, steht nun zum vierten Mal in diesen Playoffs vor dem möglichen Aus. Kenny Atkinson sprach danach von einem „battle-tested win“ gegen ein starkes Team auswärts und davon, dass solche Spiele mentale Härte aufbauen. Cunningham nannte die Niederlage hart und machte klar, dass Detroit seine Heimniederlage habe schützen müssen.
Hinzu kommt die Tabellenlage: Spiel 6 steigt am Freitagabend in Cleveland. Ein Sieg der Cavaliers würde die Serie beenden und sie in die Eastern Conference Finals gegen die Knicks schicken. Gewinnt Detroit, gibt es am Sonntag ein siebtes Spiel auf dem eigenen Parkett der Pistons. Cunningham sagte, sein Team habe schon öfter mit dem Rücken zur Wand gestanden, betonte aber auch, dass ein Playoff-Team auswärts gewinnen können müsse, wenn es weit kommen wolle.
Für Cleveland ist die Aufgabe jetzt klar. Der Auswärtssieg hat die Serie gedreht, aber noch nicht entschieden, und genau deshalb wird Spiel 6 mehr sein als nur ein weiterer Termin im Kalender. Die Cavaliers haben sich den Vorteil zurückgeholt, den Detroit als Nummer eins im Osten hatte, und können ihn zu Hause mit einem einzigen Sieg in den nächsten, noch größeren Frühling verwandeln.

