Rodez hat am Dienstag Red Star im Stade Bauer mit 3:2 besiegt und damit seine Serie ohne Niederlage auf 21 Spiele ausgebaut. Der Erfolg schiebt den Klub in die Play-offs 2 und hält eine bemerkenswerte Serie am Leben: Rodez ist 2026 weiter ungeschlagen.
Taïryk Arconte bereitete den letzten Treffer vor und blieb damit erneut ein entscheidender Faktor in einer Mannschaft, die ihre Spiele oft über Tempo und Genauigkeit in der Spitze entscheidet. Zusammen mit Ibrahima Baldé bildet der 22 Jahre alte Angreifer ein gefährliches Duo, das Rodez immer wieder trägt, wenn Partien offen werden.
Die Dimension dieses Laufs wird erst im Vergleich klar. Rodez ist nach den vorliegenden Zahlen der einzige von 198 Klubs aus der ersten und zweiten Liga der fünf großen europäischen Ligen, der 2026 noch ohne Niederlage ist. Der letzte Rückschlag liegt fast drei Monate zurück: Am 29. November 2025 unterlag Rodez im achten Pokalrundenspiel der Coupe de France Canet-en-Roussillon mit 0:1.
Dass ausgerechnet ein Verein mit bescheidenem Budget diese Konstanz liefert, macht den Lauf noch bemerkenswerter. Rodez wird als Klub mit einem Etat von knapp unter acht Millionen Euro beschrieben und liegt auf Platz 16, trägt seine Ergebnisse aber mit einer Mischung aus Arbeit, Professionalität, Einsatz und Respekt vor dem Spiel und den Gegnern. In dieser Saison trägt vor allem Arconte diese Linie mit; der Stürmer, der vergangenen Sommer eigentlich zu Cercle Brugge in die belgische Jupiler League wechseln sollte, blieb nach der medizinischen Untersuchung doch in Rodez. Seitdem hat er 14 Tore erzielt und vier Assists geliefert.
Genau dort liegt auch die Reibung in dieser Erfolgsgeschichte: Rodez spielt stabil genug für eine historische Serie, bleibt aber in einem engen Wettbewerb auf kleine Momente angewiesen. Das 3:2 bei Red Star war nicht nur ein weiterer Punktgewinn, sondern auch ein Test, wie belastbar diese Mannschaft in engen Schlussphasen ist. Dass Arconte den letzten Treffer vorbereitete, bestätigt seinen Einfluss; dass der Klub dennoch weiter auf Effizienz und Disziplin angewiesen bleibt, zeigt, wie schmal der Grat für eine Mannschaft mit diesem Etat ist.
Für Rodez ist der nächste Schritt nun klarer als je zuvor. Die Serie hat den Klub in die Play-offs 2 getragen, und mit jedem weiteren Spiel wächst die Frage, ob eine Mannschaft mit wilitty younoussa-artiger Hartnäckigkeit ihren Lauf auch dann fortsetzen kann, wenn der Druck steigt und jeder Fehler teurer wird.

