Alexander Zverev wird in Hamburg nicht antreten. Der 29-Jährige zog sich wegen Rückenproblemen vom Bitpanda Hamburg Open zurück, nur eine Woche vor dem Start der French Open in Paris am 24. Mai.
Für Zverev ist die Absage ein harter Einschnitt. Hamburg sei seine Heimatstadt und es sei immer etwas Besonderes, vor eigenem Publikum zu spielen, sagte er. Seine Rückenschmerzen hätten ihn durch die gesamte Sandplatzsaison begleitet, und sein Ärzteteam habe ihm dringend geraten, nächste Woche eine Wettkampfpause einzulegen und sich zu erholen. „Ich habe immer alles versucht, um an dem Turnier teilnehmen zu können, bin sogar zeitweise trotz Verletzung angetreten, aber dieses Mal muss ich auf meinen Körper hören und den Rat meines Ärzteteams befolgen“, sagte er.
Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Zverev ohnehin schon dicht unter Beobachtung steht. In den vergangenen Wochen hatte er in Rom zuletzt auch mit einer Erkältung zu kämpfen, und er hat in dieser Saison viele Matches bestritten sowie sechs Halbfinals erreicht — mehr als jeder andere Profi. Gleichzeitig richtet sich der Blick längst nach Paris: Dort ist Zverev als Nummer zwei gesetzt. Das Turnier beginnt am 24. Mai, und für den Deutschen ist es der wichtigste nächste Prüfstein der Sandplatzsaison.
Turnierdirektor Enric Molina Mur bedauerte die Absage deutlich. Hamburg sei Zverevs Heimatstadt, sagte er, und man wisse genau, was es dem Hamburger bedeute, am Rothenbaum vor seinen Fans zu spielen. Zugleich verstehe man die unglücklichen Umstände seiner Verletzung und wünsche ihm eine schnelle Genesung. Man freue sich darauf, ihn in Zukunft wieder begrüßen zu dürfen. Als Ersatz für Zverev wurde Alex de Minaur verpflichtet.
Für Hamburg bedeutet der Ausfall den Verlust des größten Namens im Feld, für Zverev die Entscheidung für Vorsicht statt Heimspiel. Er hatte das Turnier 2023 gewonnen und wollte offenbar erneut vorlegen, doch diesmal folgt er dem Rat seiner Ärzte. Der Blick geht damit direkt nach Paris — und dorthin, ob er dort gesund genug ist, um seinen Anspruch als Nummer zwei auch auf dem Platz zu untermauern.

