Für den VfB Stuttgart zählt vorerst nur Frankfurt. Am Samstag um 15.30 Uhr spielt der Tabellenvierte bei Eintracht Frankfurt am letzten Bundesliga-Spieltag, und erst danach rückt das DFB-Pokalfinale gegen FC Bayern in den Blick, das eine Woche später im Berliner Olympiastadion steigt.
Sebastian Hoeneß machte den Fokus vor der Partie in Hessen klar: „Klar, es sind zwei Finals“, sagte der Trainer. „Aber für uns gibt es erstmal nur eins.“ Die Begegnung in Frankfurt ist für Stuttgart mehr als ein normaler Ligatermin. Der Club hat die Champions-League-Qualifikation in den eigenen Händen, und ein Sieg würde helfen, den punktgleichen Fünften TSG Hoffenheim auf Distanz zu halten.
Hoeneß versuchte zugleich, den Druck von der Mannschaft fernzuhalten und den Blick auf den unmittelbaren Auftrag zu lenken. „Ich muss nicht viel dafür tun. Ich kriege nicht viel mit von Berlin“, sagte er mit Blick auf das Cupfinale. Auch intern sei die Lage eindeutig, betonte er: „Die Jungs sind sehr klar und sehr fokussiert.“
Dass in Stuttgart neben dem Ligafinale auch schon das große Endspiel gegen Bayern wartet, ändert aus Sicht des Trainers vorerst nichts am Tagesgeschäft. „Es ist Vorfreude spürbar – und das nur für den Samstag“, sagte Hoeneß. „Es reduziert sich jetzt nach einer langen Saison auf dieses eine Spiel.“ Der Blick auf Berlin sei da, aber er werde erst später wirklich relevant.
Genau darin liegt die besondere Spannung dieser Woche: Stuttgart steht vor zwei Finals, aber nur eines entscheidet zunächst über die unmittelbare Zukunft des Vereins. Sollte der VfB in Frankfurt nicht gewinnen, könnte die Ausgangslage im Rennen um die Königsklasse kippen. Hoeneß brachte die Lage selbst auf den Punkt: „Das wird ein heißes Ding in Frankfurt.“
So rückt das DFB-Pokalfinale 2026 im Moment noch in den Hintergrund. Vor dem großen Auftritt im Berliner Olympiastadion geht es für Stuttgart erst einmal darum, in Hessen den letzten Bundesliga-Schritt sauber zu gehen. Alles andere kommt danach.

