Iron Maiden bringen ihre neue Dokumentation Burning Ambition am 7. Mai weltweit in die Kinos. Der Film erzählt die Geschichte von Steve Harris und seinem Versuch, Musik nach seinen eigenen Vorstellungen zu machen, und zeichnet 50 Jahre voller großer Höhepunkte und schwerer Rückschläge nach.
Für Adrian Smith, der seit 1980 mit Harris durch einen Großteil dieser Reise gegangen ist, war die Sichtung bewegend. Er sagte, der Film enthalte Dinge, die bisher nie behandelt worden seien, und nannte ihn einen starken Überblick über fünf Jahrzehnte Bandgeschichte. „Es gibt Sachen darin, die noch nie behandelt wurden“, sagte Smith. „Es war emotional für mich, das zu sehen.“
Smith, der bei Iron Maiden seit 1980 an Bord ist, sagte, die Band sei damals im Modus „tour, tour, tour“ gewesen. Es ging, wie er es beschrieb, darum, jede erreichbare Stadt mitzunehmen und die Musik direkt zu den Leuten zu bringen. „Es ging nie darum, ein paar Hitplatten zu haben“, sagte er. „Es ging immer um ehrliche harte Arbeit.“
Genau darin liegt auch der Grund, warum die Doku mehr ist als ein Rückblick. Iron Maiden haben nach seinen Angaben mehr als 100 Millionen Platten verkauft, ohne je von breiter Mainstream-Unterstützung getragen worden zu sein, und Smith sagt, die Band gewinne bis heute neue, jüngere Fans dazu. „Wir spielen heute größere Shows“, sagte er. „Wir bekommen auch immer wieder jüngere Fans, und das ist großartig.“
Der Film geht auch an Stellen, an denen die Geschichte der Band schmerzhaft wird. Smith sagte, er sei bei den Abschnitten über Paul Di’Anno und Clive Burr traurig gewesen. Burr und er seien auf den ersten beiden Tourneen Zimmerkollegen gewesen, sagte er, und nannte ihn einen Charakter und guten Spaßmacher. Burr starb 2013, Di’Anno 2024. Smith erinnerte auch daran, dass Nicko McBrain 2024 nach einem Schlaganfall in den Ruhestand ging. „Das Nicko-Ding war einer der Tiefpunkte meiner Karriere in der Band“, sagte er. „Er war ein riesiger Teil von Iron Maiden, eigentlich ein Bruder.“
Smith sagte zugleich, Simon Dawson habe seinen Job großartig gemacht, und die Band sei damit weiter einsatzbereit. „Es wird nie dasselbe sein ohne Nick, aber Simon hat einen großartigen Job gemacht, also sind wir noch eine Weile startklar“, sagte er. Die Formulierung passt zu einer Band, die seit Jahrzehnten von Stabilität, Wandel und Durchhaltewillen lebt. Die Doku hält beides fest: den Verlust und das Weitermachen.
Auch abseits der Bühne greift Burning Ambition eine persönliche Spur auf. Smith sagte, seine Mutter stamme aus Mayo, und er habe Mitte der 1980er Jahre einige Zeit in der Nähe von Ballinrobe verbracht. Dort sei er einmal beim Angeln an der River Robe gewesen, als ihm Kinder mit The Number Of The Beast gefolgt seien. Er habe die Angelrute abgelegt und die Platten für sie signiert. Für eine Band, die sich über Jahrzehnte ohne große Rückenstärkung im Mainstream durchgesetzt hat, wirkt diese Szene wie ein kleines, passendes Bild: Die Musik war schon da, bevor die Bühne groß wurde.
Am 7. Mai bekommt Iron Maiden nun einen Kinofilm, der nicht nur ihre Erfolge sammelt, sondern auch die Brüche offenlegt. Die Frage ist nicht, ob die Band genug Geschichte für eine Doku hat. Die Antwort darauf gibt der Film selbst.
