Eintracht Frankfurt beendet die Bundesliga-Saison am Samstag um 15.30 Uhr gegen den VfB Stuttgart, und rund um den Klub verdichtet sich der Eindruck, dass Albert Riera nur noch bis zum Saisonende auf der Bank sitzen wird. Sportdirektor Markus Krösche machte nach dem 2:3 in Dortmund bereits vorige Woche deutlich, dass Riera zunächst bis zum Schluss der Spielzeit bleibt.
Im Hintergrund wird gleichzeitig ein alter Name wieder lauter: Adi Hütter. Der Österreicher trainierte Frankfurt von 2018 bis 2021 und hat laut Kicker Unterstützer im Klub. Nach dem Bericht ist der Kontakt zu seinem Management bereits aufgenommen worden. Für Eintracht wäre das mehr als Nostalgie. Hütter führte die Mannschaft einst bis ins Halbfinale der Europa League und wurde als Trainer des Jahres ausgezeichnet.
Der mögliche Rückgriff auf Hütter passt auch zu einer Phase, in der Frankfurt dringend Orientierung sucht. Vor dem letzten Spieltag steht der Klub bei 43 Punkten. Das ist der zweitniedrigste Wert der vergangenen fünf Bundesliga-Spielzeiten, schlechter war nur 2021/22. Für einen Verein, der in den vergangenen Jahren eher für Aufbruch als für Stillstand stand, ist das ein scharfer Befund.
Hütter selbst wäre für eine Rückkehr kein Fremder. Nach seiner Zeit in Frankfurt arbeitete er bei Borussia Mönchengladbach und AS Monaco. Seit Oktober vergangenen Jahres ist er ohne Klub, und laut dem Bericht denkt er seit Längerem über eine Aufgabe in der englischen Premier League nach. Gleichzeitig gilt er laut L'Équipe auch als heißer Kandidat für den Trainerposten bei Olympique Marseille.
Genau darin liegt die Spannung für Frankfurt: Der Klub prüft offenbar einen Trainer mit Geschichte und Qualität, doch derselbe Trainer könnte andere Optionen vorziehen. Sollte Riera nach der Saison tatsächlich gehen, müsste Eintracht schnell entscheiden, ob sie auf Kontinuität mit einem bekannten Gesicht setzt oder erneut einen Neuanfang wagt. Am Samstag in Stuttgart geht es zunächst um die letzten Punkte einer Saison, die schon jetzt zu wenig trägt, um einfach stehen zu bleiben.
