Rocket Lab hat für das erste Quartal des laufenden Kalenderjahres 2026 einen Umsatz von 200,3 Millionen Dollar gemeldet und damit den Vorjahreswert um 63,5 Prozent übertroffen. Der Raumfahrtkonzern wies zugleich ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von minus 0,02 Dollar und ein bereinigtes EBITDA von minus 11,75 Millionen Dollar aus.
Der Schub kam nach Angaben des Managements vor allem aus der starken Nachfrage nach Electron- und HASTE-Starts. Das Unternehmen sagte, es habe eine Rekordzahl an Startverträgen unterzeichnet und zugleich das Geschäft mit Satellitenplattformen und Subsystemen ausgeweitet. Für das zweite Quartal stellte Rocket Lab einen Umsatz von 232,5 Millionen Dollar in der Mitte der Prognosespanne in Aussicht und ein EBITDA von 23 Millionen Dollar.
Peter Beck sagte, das Unternehmen verfüge über einen Rekord-Backlog, eine Rekord-Cash-Position und Rekord-Startverträge über Electron, HASTE und Neutron hinweg. Im Quartal schloss Rocket Lab außerdem einen HASTE-Auftrag über 190 Millionen Dollar mit 20 Starts sowie fünf Neutron-Verträge ab. Nach Unternehmensangaben trugen diese Abschlüsse zu einem Anstieg des Backlogs um 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal bei.
Die Zahlen zeigen, dass Rocket Lab gleichzeitig in zwei Richtungen wächst: im Startgeschäft und in den Raumfahrtsystemen. Der Space-Systems-Bereich profitierte nach Unternehmensangaben von der Skalierung der Satellitenplattformen, während nationale Sicherheitsprojekte und kommerzielle Konstellationsaufträge stark liefen. Parallel dazu trieb das Unternehmen seine vertikale Integrationsstrategie voran, unter anderem mit der Übernahme von Motive Space Systems und der Einführung eines eigenen elektrischen Antriebstriebwerks.
Genau dort liegt auch der Druckpunkt. Die Expansion kostet Geld, und die Investitionen dürften hoch bleiben, solange Neutron auf seinen ersten Flug zusteuert. Finanzvorstand Adam Spice sagte, die Kapitalausgaben würden voraussichtlich erhöht bleiben, weil Rocket Lab in Tests, Produktionshochlauf und Infrastruktur investiere. Für Anleger ist das die eigentliche Frage hinter den guten Quartalszahlen: Ob das Unternehmen den Wachstumsschub aus Electron, HASTE und den Raumfahrtsystemen schnell genug in den Ausbau von Neutron übersetzen kann, ohne dass die Kosten davonlaufen.
