Ein Bundespolizist der GSG 9 ist am Montag bei einer Schießübung auf dem Truppenübungsplatz Putlos in Kreis Ostholstein tödlich verletzt worden. Polizei und Staatsanwaltschaft Lübeck gehen nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen von einem Unfall aus.
Der Tod des Beamten traf eine der bekanntesten Einheiten der Bundespolizei. Die GSG 9 wird gegen schwere Kriminalität und Terrorismus eingesetzt, und genau dort hatte sich der Vorfall ereignet, wo Spezialkräfte unter realistischen Bedingungen trainieren.
Die Ermittler halten sich mit Angaben zur Identität des Toten bislang zurück. Weder Alter noch Wohnort wurden genannt, weil die Untersuchung in dieser Phase noch läuft. Spezialisten der Polizei rückten am Montagabend an, um Spuren und Hinweise auszuwerten, und genau diese Auswertung soll nun klären, wie es auf dem Übungsgelände zu dem tödlichen Schusswechsel kommen konnte.
Nach Angaben der Polizei spricht bislang alles für einen Unfall. Das macht den Fall nicht weniger schwer, aber es verschiebt den Blick auf die Frage, was bei einer Schießausbildung schiefgelaufen ist. Auf dem Truppenübungsplatz Putlos werden neben der Bundeswehr auch Einheiten der Bundespolizei eingesetzt; das Gelände an der Hohwachter Bucht umfasst flache und nur leicht hügelige Flächen mit wenig Baumbestand, aber auch Strandabschnitte und steile Küsten. Es ist für komplexe Szenarien und verschiedene Schießübungen ausgelegt.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sagte am Dienstag, er sei zutiefst erschüttert über dieses schreckliche Ereignis. Für die Ermittler bleibt nun entscheidend, ob die Spuren den bisherigen Verdacht eines Unfalls bestätigen. Nach allem, was bislang bekannt ist, deutet der Tod des Beamten auf einen tragischen Ausbildungsunfall hin.
