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Sylt bleibt teuer: Preise auf Nordseeinseln sinken im ersten Quartal

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Die Preise für Häuser auf den Nordfriesischen Inseln sind im ersten Quartal gesunken. Im Schnitt kostete ein Quadratmeter Wohnfläche dort 9.922 Euro, 4,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auf Sylt fiel der Durchschnittspreis um 1,5 Prozent auf 12.557 Euro je Quadratmeter.

Damit bleibt Sylt zwar das teuerste Pflaster unter den Nordfriesischen Inseln, doch der Abstand zeigt auch, wie stark sich der Markt nach oben und unten verschiebt. nannte die Rückgänge ein Zeichen dafür, dass sich Angebot und Nachfrage wieder stärker annähern und die Preisniveaus sich entsprechend neu ausrichten.

Auch auf den Ostfriesischen Inseln gaben die Preise nach. Dort kostete ein Haus in gutem Zustand im Schnitt 8.294 Euro je Quadratmeter, ein Minus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf dem Festland im Kreis Nordfriesland lag ein Haus dagegen bei knapp 2.500 Euro je Quadratmeter, in Landkreis Wesermarsch und in Bremerhaven bei etwa 1.900 Euro. Der Unterschied zwischen Inseln und Festland bleibt damit groß, auch wenn die Entwicklung auf den Inseln zuletzt nach unten zeigte.

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Der , auf dem die Zahlen beruhen, stammt von dem bundesweit tätigen Maklerhaus und lag der Deutschen Presse-Agentur vor. Sylt gilt seit Jahren als eine der teuersten Regionen Deutschlands und ist bekannt für lange Strände und eine hohe Dichte an Millionären. Der Nordseeraum bleibt für Käufer gefragt, obwohl die Preise unter denen der Inseln liegen; an der Ostsee zeigt sich ein ähnliches Muster, allerdings auf niedrigerem Niveau.

Daniel Ritter verwies darauf, dass sich Käufer stärker auf gute Lage, Energieeffizienz und nachhaltige Vermietbarkeit konzentrieren. Besonders gefragt seien Lagen mit Perspektive zur dauerhaften Nutzung, während sich klassische Zweitwohnsitzmärkte spürbarer anpassten. Das spricht für einen Markt, in dem Seltenheit allein nicht mehr reicht und in dem sich Käufer genauer ansehen, wofür sie ihr Geld ausgeben.

Auch an der Ostsee bleiben die Preisunterschiede erheblich. Fischland-Darß-Zingst war mit 5.138 Euro je Quadratmeter erneut die teuerste Region, gefolgt von Rostock mit 4.011 Euro. Auf Usedom und Fehmarn lag ein Haus bei knapp 3.400 Euro je Quadratmeter, während Landkreis Vorpommern-Greifswald mit fast 1.500 Euro je Quadratmeter die günstigste Region war. Für Käufer heißt das: Die Küste bleibt begehrt, aber die Karte der Preise ist weiter stark gestaffelt.

Der wichtigste Punkt ist deshalb nicht, dass die Küstenimmobilien billiger geworden sind, sondern dass die überhitzten Phasen an den teuersten Lagen an Dynamik verlieren. Für Sylt und die anderen Inseln könnte das den Beginn einer ruhigeren Marktphase markieren, in der Lage allein weniger ausreicht und die Qualität des Angebots stärker entscheidet.

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