Die Fußball-WM 2026 läuft, und Deutschland steigt am Sonntag um 19 Uhr gegen Curaçao ein. Wer das erste Spiel der DFB-Elf gemeinsam sehen will, findet Public-Viewing-Angebote in Hamburg, Berlin, Heringsdorf, München und Köln — allerdings nicht mehr überall dort, wo Fans es aus früheren Turnieren kennen.
In Hamburg fällt das große Fanfest für 50.000 Menschen auf dem Heiligengeistfeld aus, weil die Finanzierung nicht steht und die Spiele spät angesetzt sind. Stattdessen sollen sich die Zuschauer auf andere Orte verteilen, etwa ins Landhaus Walter im Stadtpark, wo mehrere Großbild-Leinwände aufgebaut sind. Auch in Köln läuft das gemeinsame Schauen unter anderem an mehreren Stellen entlang des Rheins, und in Heringsdorf zeigen die Kaiserbäder die Spiele der deutschen Nationalmannschaft sowie ausgewählte Achtel-, Viertel- und Halbfinalspiele und das Finale live auf einer XXL-LED-Leinwand in der Ostsee. Der Eintritt mit UsedomCard ist frei.
Berlin bleibt trotzdem Deutschlands Public-Viewing-Stadt Nummer 1. Für die WM 2026 fand sich zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule kein Veranstalter, weil die späten Spiele ein klassisches Fanfest erschweren und die Rechnung für eine große, zentrale Fläche nicht aufgeht. Deshalb verteilen sich die Fans in der Hauptstadt auf zahlreiche Locations, statt sich an einer Fan-Meile zu sammeln.
Auch anderswo bleibt das Angebot sichtbar, wenn auch kleiner als früher. Im Olympiapark werden dieses Mal keine WM-Spiele zu sehen sein. Dazu kommt das Wetter, das eher gegen das Fan-Trikot spricht: 16 Grad im Norden und Osten, 20 Grad in der Mitte Deutschlands und 23 Grad im Süden und Südwesten, dazu immer wieder Schauer oder kurze Gewitter. Für den Auftakt gegen Curaçao bedeutet das: Wer Deutschland live sehen will, muss sich seinen Platz suchen — und findet ihn in vielen Städten eher am Rand als auf der großen Bühne.
