Lesen: Ben Gannon-doak: Christie will Scotland den ersten Gruppen-Exploit beim World Cup zutrauen

Ben Gannon-doak: Christie will Scotland den ersten Gruppen-Exploit beim World Cup zutrauen

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sagt, Scotland gehe mit einer Narbe aus in den und sei fest entschlossen, als erstes Team des Landes die Gruppenphase eines großen Turniers zu überstehen. Drei Tage vor dem Auftakt gegen Haiti sprach der Mittelfeldspieler von offen darüber, wie sehr die Vergangenheit noch nachwirkt.

Der Zeitpunkt erklärt, warum sein Name gerade gesucht wird. Scotland bestreitet die erste World-Cup-Teilnahme seit 28 Jahren, und der Druck ist nicht theoretisch: Es ist der Moment, in dem aus Erinnerung ein Ergebnis werden soll. Christie sagte, die Mannschaft habe einen Chip auf der Schulter und wolle in diesem Turnier „etwas tun“.

Seine Worte haben Gewicht, weil sie direkt aus dem letzten Rückschlag gespeist sind. Scotland verließ Euro 2024 nach der 1:0-Niederlage gegen Hungary, als ein Tor in der 100. Minute die Hoffnungen beendete. Christie war der letzte Scotland-Spieler, der den Ball berührte, bevor das Spiel mit dem Pfiff vor dem möglichen Einwurf stoppte. Zuvor hatte Scotland das Turnier mit einem 5:1 gegen Germany eröffnet, ein Abend, den Christie als demütigend beschrieb.

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Genau dieser Kontrast macht den neuen Anlauf so interessant. Auf der einen Seite steht der Wille, Geschichte zu schreiben. Auf der anderen Seite sagt Christie, einige Spieler hätten Euro 2024 mit dem Gedanken verlassen, was alles hätte sein können. Er selbst geht noch weiter und räumt ein, dass ihn die Erinnerung an das Spiel gegen Germany weiter verfolgt. Es ist schwer, den Schmerz als Lehrstunde zu verkaufen und zugleich so zu tun, als sei er schon verblasst.

Christie formulierte es einfach: Jeder bei diesem World Cup sei aus Verdienst dort, also gebe es keine leichten Spiele. Trotzdem sieht er die Gruppe auf dem Papier als die zugänglichste an und sagt, man würde Haiti eher zuerst treffen als Brazil. Der Satz ist keine Garantie, eher eine nüchterne Einordnung dessen, was Scotland nun tun muss: den besseren Start liefern, den das Team vor zwei Jahren verpasst hat.

Scotland beendet die Gruppe gegen Brazil, und genau dort dürfte sich zeigen, ob die Ansage von der ersten Mannschaft, die die Vorrunde übersteht, mehr ist als ein Wunsch. Wenn Christie und seine Mitspieler den alten Schmerz in Punkte verwandeln, wird das Land zum ersten Mal durch diese Tür gehen. Wenn nicht, bleibt nur die nächste Variante von „what could have been“.

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