Breel-Donald Embolo ging als odds-on favorite in die Torschützenmärkte für das Spiel gegen Katar. Für Wettende war er damit die naheliegende Wahl in einer WM-Vorschau, die an diesem Tag gleich vier Partien mit möglichen Torschützenwetten aufmachte.
Warum ausgerechnet Embolo? Weil die Zahlen für den Schweizer Stürmer zuletzt für ihn sprachen. Der 26-Jährige, der bei Rennes spielt, hatte in der vergangenen Saison neun Tore in 21 Einsätzen erzielt. Für die Schweiz traf er in 86 Länderspielen 24-mal und kam 2026 bereits auf zwei Tore in drei Einsätzen. In diesem Rahmen wurde er als Schwedens bester Angreifer beschrieben — gemeint war natürlich die Schweiz — und als der Spieler, dem man gegen Katar am ehesten ein Tor zutraute.
Die Logik dahinter war einfach: Die Schweiz galt als Mannschaft, der gegen Katar mindestens ein paar Treffer zuzutrauen waren, und Embolos Abschlussbilanz machte ihn zum Mittelpunkt dieser Erwartung. Genau deshalb stand er nicht nur wegen seiner Klubform bei Rennes im Fokus, sondern auch wegen seiner Rolle als verlässlichster Offensivmann der Nationalmannschaft. Wer den Markt an diesem Tag las, suchte nicht nach irgendeinem Namen, sondern nach dem einen, der die Trefferwahrscheinlichkeit am glaubwürdigsten trug.
Gleichzeitig blieb die Empfehlung Teil eines breiteren Wettbilds. Neben Embolo wurden auch andere Torschützenoptionen für die vier Spiele des Tages aufgeführt, darunter Vinicius Junior, der in Brasiliens Partie zu den erwarteten Startstürmern gehörte und bei +200 notiert war. Der Real-Madrid-Angreifer hatte in der vergangenen Saison 16 Tore in 36 Einsätzen erzielt und in vier seiner letzten zwölf Brasilien-Einsätze getroffen. Das machte den Markt nicht weniger klar, aber weniger exklusiv: Embolo war der Favorit, nicht der einzige Gedanke auf dem Zettel.
Genau darin lag der Reiz und die offene Frage zugleich. Embolo hatte die Form, die Quote und die Rolle, um als beste Wahl zu gelten. Doch ob er gegen Katar tatsächlich traf, blieb in der Vorschau unbeantwortet. Für alle, die auf den Torschützenmarkt schauten, begann der Tag mit einem Favoriten — und mit der simplen Frage, ob der Schweizer ihn auch einlösen würde.

