América hat Alejandro Zendejas vor seinem ersten Auftritt bei der WM 2026 öffentlich den Rücken gestärkt. Der Klub schrieb, er sei Teil der großen Feier, solle seinen Namen mit Stolz groß machen, alles zeigen, was er könne, und den Moment genießen — abgeschlossen mit #GrandezaMundialista.
Dass die Botschaft genau jetzt kommt, erklärt, warum sie so viele Blicke auf sich zieht. Zendejas gehört zu den 26 Spielern der USA für das Turnier, Mauricio Pochettino hat ihn als 26. Mann in seinen Kader aufgenommen, und in Gruppe D könnte er in einem der drei Spiele zum Einsatz kommen. Noch vor dem ersten Anpfiff hatte Pochettino ihn aber nicht in seine erste Startelf geschrieben.
Für América ist das auch deshalb ein besonderer Moment, weil Zendejas längst mehr ist als nur ein Name im Kader. Der mexikanisch-amerikanische Flügelspieler war Teil von Américas tricampeón-Team, spielte zuvor auch für Chivas und Necaxa und reiht sich nun in eine Liste von Spielern ein, die der Klub vor der WM sichtbar begleitet hat — wie zuvor schon Álvaro Fidalgo. Im selben Umfeld steht auch Israel Reyes, der mit Mexiko zur WM reist.
Gerade diese Nähe machte die Reaktionen so gemischt. Einige Fans lasen die unterstützende Nachricht als Hinweis darauf, Zendejas werde den Verein verlassen, obwohl er weiter zum Team gehört. Andere störten sich daran, dass die Botschaft an einen US-Nationalspieler gerichtet war. Der Klub wollte offenbar Würdigung senden; ein Teil der Anhänger hörte darin etwas ganz anderes.
Die Einordnung ist damit klar: América verabschiedet Zendejas nicht, sondern begleitet ihn in einen WM-Start, der für ihn sportlich erst noch beginnt. Ob er in der Gruppenphase wirklich Minuten bekommt, ist weiter offen — aber die Botschaft des Klubs hat sein Turnier schon vor dem ersten Einsatz zu einem Thema in Mexiko-Stadt gemacht. In diesem Zusammenhang fällt auch der Name Ricardo Pepi, weil er und Zendejas einst gemeinsam für die USA statt für Mexiko standen.

