Lesen: Sergej Barbarez führt Bosnien erstmals als WM-Trainer zurück

Sergej Barbarez führt Bosnien erstmals als WM-Trainer zurück

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ist mit 54 Jahren dort angekommen, wo ihn in Bosnien-Herzegowina lange niemand erwartet hatte: an der Seitenlinie einer Mannschaft bei einer . Für den früheren Profi, der seine erste Aufgabe als Manager in diesem Amt übernommen hat, ist es das erste WM-Turnier als Trainer – und für Bosnien der erste Auftritt seit 2014.

Dass sein Name jetzt so oft gesucht wird, hat mit dieser Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart zu tun. Barbarez war zuletzt professioneller Pokerspieler, verdiente zwischen 2010 und 2022 in 26 Spielen 143.628 Dollar, kam auf zwei Finaltische bei der und gewann keinen Titel. Davor spielte er 14 Jahre lang als Fußballprofi, erzielte in 377 Bundesliga-Partien 105 Tore und führte Bosniens Nationalteam von 2004 bis 2006 als Kapitän.

Der Weg zurück auf diese Bühne kam nicht sofort. Nach seinem Rücktritt 2008 machte Barbarez einige Jahre später die Trainerlizenz, doch erst im April 2024 erhielt er seinen ersten Job als Manager. Bosnien-Herzegowina holte ihn ausgerechnet in einer Phase, in der der Verband nach Jahren des Stillstands mit neuen Erwartungen konfrontiert war. Die Mannschaft hatte sich nach zwölf Jahren Abwesenheit wieder für die Weltmeisterschaft qualifiziert, nachdem sie Italien und Wales in zwei Playoff-Duellen jeweils im Elfmeterschießen ausgeschaltet hatte.

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Gerade diese Rückkehr macht die Personalie politisch und sportlich aufgeladen. Barbarez gehörte einst zu den lautesten Kritikern der , bevor ihn derselbe Verband später mit der Führung der Nationalelf betraute. Das war ein Bruch mit der Vergangenheit, nicht ihre Fortsetzung. Es passte auch zu einem Verband, der seit 2021 unter Präsident stand und 2022 mit der Ansetzung von Freundschaftsspielen gegen Russland auffiel, obwohl Russland nach dem Angriff auf die Ukraine von - und -Wettbewerben ausgeschlossen war.

Barbarez hat für die Mannschaft eine einfache Linie gezogen: Die Spieler sollten stolz sein, wenn sie die Nationalfarben tragen, und sein langfristiges Ziel sei die Qualifikation für die . Für Bosnien ist jetzt aber zuerst wichtig, dass der erste Gruppenspieltag der WM nicht nur den ungewöhnlichen Lebenslauf des Trainers bestätigt, sondern auch die Rückkehr des Landes auf die größte Bühne des Fußballs trägt.

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