Kanada und Bosnien-Herzegowina haben für ihr WM-2026-Spiel in Toronto ihre Startelfen und Ersatzbänke bekanntgegeben. Damit ist vor dem Anstoß klar, wer im ersten großen Aufeinandertreffen der Gruppe aufläuft — und wer zunächst zuschauen muss.
Für die Suche nach Bosna Kanada gibt es an diesem Freitag einen einfachen Grund: Es geht um die offizielle Besetzung vor einem Spiel, das für den Gastgeber sofort Gewicht hat. Der Anstoß war für 20:00 BST angesetzt, also 15:00 ET und 12:00 PT, und in Großbritannien lief die Partie live auf One, iPlayer und der Sport website.
Kanada ging mit Maxime Crepeau im Tor in die Partie, davor begannen Alistair Johnston, Luc De Fougerolles, Derek Cornelius und Richie Laryea. Im Mittelfeld standen Tajon Buchanan, Ismael Kone, Stephen Eustaquio und Liam Millar, vorne Jonathan David und Tani Oluwaseyi. Kone war nach einem Fieber im Mittwochstraining zurück, während Moise Bombito nach einem Bruch im Bein noch nicht bereit für die Startelf war und Jayden Nelson nach der schweren Knieverletzung von Marcelo Flores in den Kader rückte.
Auf der anderen Seite änderte Bosnien-Herzegowina nach dem 1:1 gegen Panama in St. Louis vor sechs Tagen nur einen Flügelspieler. Kerim Alajbegovic rutschte auf die Bank, Amar Memic rückte in die Startelf. Nikola Vasilj, Amar Dedic, Nikola Katic, Tarik Muharemovic, Sead Kolasinac, Esmir Bajraktarevic, Ivan Basic, Benjamin Tahirovic, Amar Memic, Ermedin Demirovic und Jovo Lukic bildeten die Anfangsformation.
Auf Kanadas Seite lastete dabei vor allem ein Ausfall schwer: Kapitän Alphonso Davies fehlte wegen einer Hamstring-Zerrung. Das fiel umso mehr ins Gewicht, weil Kanada vor dem Spiel in den letzten acht Partien ungeschlagen geblieben war, mit fünf Siegen und drei Unentschieden, alles Freundschaftsspiele. Dazu kam die Bilanz im eigenen Land: Nur eines der letzten 28 Spiele in Toronto hatte Kanada verloren, bei 18 Siegen und neun Remis.
Auch Bosniens Bank bot Stoff für Aufmerksamkeit. Haris Tabakovic, der sich von einer Sprunggelenksverletzung erholte, saß ebenso zunächst draußen wie Edin Dzeko nach verpasstem Training am Dienstag wegen einer Schulterbeschwerde. Ivan Sunjic war ebenfalls fraglich, wurde aber trotzdem als Ersatzspieler aufgeführt. Für Kanada steht zugleich viel auf dem Spiel: Das Team will vermeiden, als zweiter Gastgeber nach Katar sein erstes Spiel bei einer Endrunde zu verlieren, nachdem es in den Finals 1986 und 2022 alle sechs Partien verloren hatte.
Offen blieb nach der Bekanntgabe der Aufstellungen nur noch das, was der Abend selbst liefern musste. Kanada, in der FIFA-Weltrangliste auf Platz 30 und damit 34 Plätze vor Bosnien-Herzegowina, hatte das Papier auf seiner Seite — jetzt zählte allein, ob die Mannschaft in Toronto auch auf dem Rasen so ablieferte, wie es die Namen auf dem Spielbericht vermuten ließen.

