Das Wm Finale 2026 beginnt am Donnerstag in Nordamerika mit Mexiko gegen Südafrika, und zum ersten Mal in der Geschichte der Weltmeisterschaft stehen 48 Teams im Feld. Der Anstoß ist für 19.00 Uhr Ortszeit und 21.00 MESZ angesetzt. Schon mit diesem ersten Spiel setzt das Turnier neue Maßstäbe.
Warum heute so viele auf dieses Turnier schauen, liegt nicht nur am Starttermin. Rund 1.250 Spieler sind dabei, fast 900 erleben eine Weltmeisterschaft zum ersten Mal. Unter den Debütanten sind sogar alle Spieler aus Österreich. Der neue Zuschnitt macht die WM größer als jede zuvor, und genau deshalb wird jetzt nach den Namen gesucht, die schon vor dem ersten Anpfiff an der Grenze zum Rekord stehen.
Dazu gehören Cristiano Ronaldo, Guillermo Ochoa und Lionel Messi. Sie sind die drei Spieler, die vor der Marke von sechs WM-Teilnahmen stehen. Messi ist dabei die prägnanteste Figur: Er hat seit 2006 an jeder WM-Endrunde teilgenommen und kommt auf 26 WM-Spiele, so viele wie kein anderer. Zuvor hatte Lothar Matthäus mit 25 Einsätzen den Bestwert gehalten, Miroslav Klose folgt mit 24, Paolo Maldini mit 23 und Ronaldo mit 22.
Messi ist auch der Maßstab für das, was in Nordamerika erreichbar wirkt und für das, was wohl unangetastet bleibt. Mit 13 Toren in 26 Spielen steht er in der ewigen WM-Torjägerliste weit oben, doch Klose führt sie mit 16 Treffern in 24 Partien an. Dahinter liegen Ronaldo mit 15 Toren in 19 Spielen, Gerd Müller mit 14 in 13 und Just Fontaine mit 13, alle in Schweden 1958 erzielt. Kylian Mbappe hat 12 WM-Tore. Weil das Turnier mehr Spiele bietet und die Gruppenphase leichter aussehen dürfte, ist Kloses Marke angreifbar. Pelés drei Titel aus 1958, 1962 und 1970 aber dürften die neue Größe der WM eher überdauern als brechen.
Genau darin liegt der eigentliche Prüfstein dieses Turniers: Es wächst auf Rekordformat, doch die härtesten historischen Marken sind so tief verankert, dass selbst 48 Teams sie kaum automatisch verschieben. Am Donnerstag eröffnet Mexiko gegen Südafrika das Turnier, und dann wird sich zuerst zeigen, ob die neue WM vor allem neue Gesichter hervorbringt oder ob Messi und die wenigen Rekordjäger aus dem alten Regime sofort den Ton angeben.

