Die Anwälte von Pedro Pascal haben die Nichtigkeitsklage gegen die chilenische Pisco-Marke „Pedro Piscal“ formal zurückgezogen. Für David Herrera bleibt damit das Register bestehen, und die Marke behält ihre Gültigkeit.
Genau deshalb ist der Fall heute wieder aktuell: Nach fast drei Jahren Streit vor Inapi ist nun klar, dass die Marke nicht durch ein Urteil gegen den Künstler zu Fall gebracht wurde. Herrera, der die Marke geschaffen und im Juni 2023 angemeldet hatte, bleibt vorerst der Eigentümer des Eintrags für zehn Jahre.
Die Geschichte begann Ende 2022 bei einer Jahresendfeier, als Herrera nach eigenen Angaben mit Freunden und Familie eine Piscola trank und daraus die Idee für den Namen entstand. Nach der Veröffentlichung im Diario Oficial legte niemand innerhalb der gesetzlichen 30 Tage Einspruch ein. Im August 2023 erklärte Inapi ihn zum Eigentümer von „Pisco Pedro Piscal“, eingetragen in den Klassen 33 und 35. Die erste steht für Traubenbrand, die zweite für Geschäftsverwaltung.
Der Streit spitzte sich im Oktober 2023 zu, als die Rechtsvertreter von Pedro Pascal Herrera per E-Mail baten, die digitalen Domains von „Pisco Pedro Piscal“ abzutreten, um eine mögliche Klage zu vermeiden. Herrera lehnte ab. Später boten die Anwälte 2.000 Dollar, also nahe zwei Millionen chilenische Pesos, für die Marke und die Domain pedro-piscal.cl. Auch dieses Angebot wies er zurück.
Im März 2024 reichte die Kanzlei Silva dann bei Inapi den Antrag ein, die Registrierung zu annullieren. Als Begründung wurde ein möglicher kommerzieller Nutzen aus der Bekanntheit von Pedro Pascal und eine Verwechslungsgefahr für Verbraucher angeführt. Herrera entgegnete, der Name sei als Wortspiel entstanden und nie mit der Absicht, das Publikum zu täuschen. Er sagte auch: „La verdad es que todo esto es abrumante“ und erklärte, die Idee sei nach jenem Abend entstanden, an dem er die Marke erstmals im Kopf hatte.
Dass die Klägerseite nun zurückzieht, beendet den Konflikt dennoch nicht mit einer endgültigen Feststellung gegen den Schauspieler. Genau darin liegt die offene Stelle des Falls: Es gibt keinen Richterspruch, der Pedro Pascal in der Sache verurteilt hätte, und es ist auch nicht erklärt worden, warum seine Vertreter nach dem langen Verfahren den Schritt nun aufgeben. Herrera hat inzwischen eine Allianz mit der Pisquera Alba aus dem Valle del Elqui geschlossen, um die Produktion zu entwickeln und die Qualität zu verbessern. Was danach rechtlich oder geschäftlich folgt, bleibt vorerst offen.

