Talleres de Córdoba hat Jorge Sampaoli am 9. Juni 2026 als neuen Trainer verpflichtet. Der Vertrag läuft über 18 Monate bis Dezember 2027 und gibt ihm erstmals die Chance, in der höchsten Spielklasse seines Landes zu coachen.
Für die Suche nach dem Klubnamen ist genau das der Grund, warum die Nachricht heute Gewicht hat: Nach Tagen der Trainersuche fiel die Entscheidung auf Sampaoli, und damit auf einen Mann, der in Córdoba sofort große Erwartungen auslöst. Der erste Austausch mit den Verantwortlichen verlief positiv, und der Klub setzt damit auf einen Namen, der aus mehreren Spitzenstationen kommt.
Im Kader von Talleres stehen mit Bruno Barticciotto, Matías Catalán und Ulises Ortegoza drei Chilenen, deren Rollen sich mit dem neuen Coach verschieben können. Gerade Barticciotto dürfte genau hinsehen, weil Sampaoli nicht nur einen langen Auftrag bekommt, sondern auch für einen Stil bekannt ist, in dem Aufstellungen oft wechseln und nicht immer einer klaren institutionellen Linie folgen.
Der Kontrast macht den Schritt spannender als eine gewöhnliche Trainerverpflichtung. Sampaoli soll ein Projekt mit längerer Perspektive aufbauen, doch seine Mannschaften waren in der Vergangenheit häufig rotierend besetzt, was bei einem Kader mit mehreren fest umrissenen Profilen schnell Fragen aufwirft. Ob daraus für die drei Chilenen eine feste Rolle entsteht oder eher ein offener Kampf um Minuten, bleibt zunächst unbeantwortet.
Für Sampaoli ist die Rückkehr nach Argentinien auch ein Schritt mit historischem Beigeschmack. Er coachte die Nationalmannschaft bei der WM 2018, als Argentinien die Gruppenphase überstand und im Achtelfinale an Frankreich scheiterte, und er führte Chile 2015 zum Titel in der Copa América. Später arbeitete er unter anderem bei Sevilla, Marseille und Flamengo, nun wartet mit Talleres die nächste Aufgabe und die erste echte Prüfung ist nicht der große Name, sondern die Frage, wie schnell aus dem langfristigen Plan eine belastbare Mannschaft wird.
