Die Weltmeisterschaft bekommt ihr Trainerbild: 48 Coaches werden das Turnier dirigieren, und in der Liste stehen je sechs Argentinier und sechs Franzosen. Damit liegt erstmals der komplette Überblick über die Bankbesetzung auf dem Tisch, bevor überhaupt ein Ball rollt.
Genau deshalb suchen viele Leser jetzt nach argentina vs francia. Wer den Turnierbaum, die Favoriten und die Außenseiter einordnet, schaut zuerst auf die Männer an der Seitenlinie. In dieser Runde gehören dazu bekannte Namen wie Carlo Ancelotti, Fabio Cannavaro, Marcelo Bielsa und Sebastián Beccacece, dazu Profile mit sehr unterschiedlichen Karrieren und WM-Erfahrungen.
Einige dieser Lebensläufe tragen das Gewicht der Zahlen. Der mexikanische Coach ist 67 Jahre alt und steht vor seiner dritten Weltmeisterschaft; er gewann die Gold Cups 2009 und 2025 sowie 2025 die Concacaf Nations League. Der belgische Trainer ist 74 und geht erstmals zu einer WM, nachdem er sechs nationale Titel im belgischen Fußball und 2017 den Afrika-Cup mit Kamerun gewann. Der südkoreanische Coach, 57, tritt zu seiner zweiten Weltmeisterschaft an; der tschechische Trainer ist ebenfalls 74 und erstmals dabei. Auch der US-Coach, 52, der spanische, 59, der schweizerische, 51, der bosnische, 54, der italienische, 66, der schottische, 62, und der französische Coach, 53, tauchen in der Liste auf, jeder mit einer anderen Bilanz.
Gerade die Vielfalt macht den Überblick so auffällig. Der spanische Trainer gewann 2020 mit Sevilla die Europa League und holte mit Spanien zwei U-Europameistertitel. Der Schweizer Coach bringt drei nationale Titel mit, zwei mit Basel und einen mit Thun. Der italienische Coach kommt auf 31 Titel als Trainer, darunter drei Champions-League-Siege und zwei Klub-Weltmeisterschaften mit Real Madrid. Der schottische Trainer führte Schottland erstmals seit 1998 wieder zu einer Weltmeisterschaft, und der französische Coach machte Haiti überhaupt erst für dieses Turnier startklar, nachdem er zuvor die Nationalteams von DR Kongo, Kenia und Guinea betreut hatte.
Die Liste bleibt trotzdem nicht ganz glatt. Sie will vollständig sein, bricht aber mitten in der Beschreibung des französischen Trainers und seiner früheren Stationen ab, als gerade seine Laufbahn weiter aufgefächert werden sollte. Das macht die Veröffentlichung zugleich nützlich und unbefriedigend: Die Zahl der Coaches steht fest, die Verteilung ist klar, aber bei den letzten Einträgen fehlt der Text, den Leser erwarten, wenn eine komplette WM-Übersicht versprochen wird.
Am Ende ist diese Veröffentlichung vor allem ein Lagerplan für das Turnier. Wer wissen will, welche Teams mit welchen Trainern in die WM gehen, bekommt die wichtigste Orientierung schon vor dem Anstoß. Offen bleibt nur die präzise Zusammenstellung der sechs argentinischen und sechs französischen Namen in der vollständigen Fassung.

