Lesen: Elektroauto-Quoten für Firmenflotten lösen Widerstand vor EU-Termin aus

Elektroauto-Quoten für Firmenflotten lösen Widerstand vor EU-Termin aus

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Die will Unternehmen mit festen Quoten stärker in Richtung Elektroauto drängen, doch der Plan stößt vor der für erwarteten Vorstellung auf offenen Widerstand. Mehrere europäische Industrieverbände greifen die geplante schon jetzt an und nennen sie ein „De-facto-Verbrenner-Verbot“ für Firmenwagen.

Genau deshalb wird Ursula von der Leyens Vorstoß an diesem Montag genau beobachtet: Die Kommission setzt auf Unternehmensflotten als Hebel für die Verkehrswende, weil sie in Europa rund 60 Prozent aller neu zugelassenen Pkw und bei Transportern sogar bis zu 90 Prozent ausmachen. Für die Politik ist das ein schneller Weg, den Markt zu drehen. Für viele Betriebe ist es ein Eingriff in ihre tägliche Mobilität.

Nach dem geplanten Regelwerk müssten die Mitgliedstaaten ab 2030 sicherstellen, dass große Unternehmen feste Anteile an emissionsfreien und emissionsarmen Firmenwagen erreichen. Die Verbände wehren sich vor allem gegen die Methode. Statt Anreizen gebe es Zwang, sagen sie, und verlangen einen technologieoffenen Ansatz. Die Kommission hält dagegen, dass ohne verbindliche Vorgaben der Umstieg auf Firmenflotten zu langsam bleibt.

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Die Industrie sagt, das eigentliche Problem seien nicht zu wenige Regeln, sondern fehlende Ladepunkte, hohe Stromkosten und sinkende Restwerte für Elektroautos. Besonders betroffen wären nach Einschätzung der Verbände kleine und mittlere Unternehmen, Betriebe im ländlichen Raum, Firmen mit langen Strecken oder ohne verlässliche Ladeinfrastruktur. Genannt werden Handwerksbetriebe, Lieferdienste, Bauunternehmen und Pflegedienste, für die Mobilität deutlich teurer werden könnte.

Damit verschiebt sich der Streit auf die praktische Frage, ob Brüssel mit Quoten wirklich beschleunigen kann, was der Markt bislang nur zäh liefert. Die Kommission will am Montag in Brüssel den nächsten Schritt gehen. Offen bleibt vor allem, wie streng die Mitgliedstaaten große Unternehmen ab 2030 kontrollieren und durchsetzen sollen, wenn aus dem politischen Signal eine verbindliche Vorgabe wird.

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