Max Verstappen war am Sonntag in Monaco schon fast aus der ersten Kurve heraus, bevor sein Rennen überhaupt begonnen hatte. Als das grüne Licht anging, rührte sich der Red Bull des zweifachen Startplatzes zwei nicht vom Fleck, und der multiple Weltmeister stand plötzlich mitten im Feldstart fest.
Genau deshalb wird der Name Verstappen heute gesucht: In einem der prestigeträchtigsten Formel-1-Rennen des Jahres endete sein Einsatz nach nur wenigen Sekunden. Von der zweiten Startposition hinter Kimi Antonelli aus sollte der Red-Bull-Pilot eigentlich um den Sieg fahren; statt eines Angriffs gab es einen Stillstand auf der Linie, der seine Chance im Grunde sofort zerstörte.
Erst nachdem das gesamte Feld an ihm vorbeigefahren war, kam der Wagen doch noch in Bewegung. Verstappen steuerte sofort in die Boxengasse und beendete das Rennen noch in der Anfangsphase, ohne auch nur eine Runde im eigentlichen Renntempo zu absolvieren. Für Red Bull war das ein seltener und bitterer Ausfall eines Fahrers, der in Monaco normalerweise jede kleinste Lücke im Verkehr braucht, um vorne mitzuhalten.
Der Bruch zwischen Startplatz und Realität hätte größer kaum sein können. Statt eines Duells mit Antonelli und einer normalen ersten Rennphase blieb nur die Frage, warum der Wagen überhaupt nicht anfuhr. Genannt wurde bislang lediglich ein offenbar technisches Problem, mehr nicht.
Gerade dieser offene Punkt macht den Ausfall so schwerer als einen gewöhnlichen schlechten Start. Verstappen hatte die bessere Ausgangslage, Monaco bot ihm auf dem Papier eine echte Chance, und doch war der Nachmittag nach ein paar Sekunden vorbei. Was Red Bull an der Starttechnik gefunden hat, dürfte nun wichtiger sein als jede Auswertung der Rundenzeiten.

