Joelina Drews hat öffentlich beschrieben, dass sie mit ihrem Vater Jürgen Drews immer wieder aneinandergerät, vor allem wenn es um Musik geht. Im Podcast „Drews Cordalis Petry – Kids-Club“ sagte sie, bei ihnen knalle es zwischendurch durchaus, weil beide sehr stark ihren eigenen Standpunkt verträten.
Dass diese Worte jetzt Aufmerksamkeit bekommen, liegt an der Offenheit, mit der Drews eine private Arbeitsbeziehung ausbreitet, die sonst meist hinter geschlossenen Türen bleibt. Der Name Jürgen Drews zieht dabei weiter, auch nachdem er sich 2022 von den großen Bühnen zurückgezogen hat: 2023 brachte er zu seinem 80. Geburtstag ein Jubelalbum heraus, auf dem mit „Herzmelodie“ auch ein gemeinsamer Titel mit Joelina Drews steht.
Joelina Drews beschrieb sich selbst als kleine Perfektionistin und Dickkopf. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt habe, wolle sie es genau so umsetzen, sagte sie. Das gelte auch im Zusammenspiel mit ihrem Vater, den sie als ebenso ehrlich wie sie selbst schilderte. Gerade bei Musik werde daraus schnell ein Streit, weil Jürgen Drews ihr direkt sage, wenn etwa die Bassdrum lauter oder leiser klingen solle.
Gleichzeitig machte Drews deutlich, dass sie seine Offenheit schätzt. Der Konflikt liegt für sie nicht daran, dass beide nichts voneinander halten würden, sondern daran, dass sie in Gesprächen oft auf ihren eigenen Meinungen beharren. Sie seien beide sehr willensstark, sagte sie. Dazu kommt, dass sie ihren Vater in der Vergangenheit als sehr kontrollierend im Studio erlebt habe. Er habe früher niemanden anders an die Produktion gelassen, sondern selbst aufgenommen, sich Spuren schicken lassen und alles allein gemacht.
Das erklärt, warum die Reibung zwischen Vater und Tochter nicht wie ein einmaliger Ausrutscher wirkt, sondern wie ein Muster, das mit ihrer gemeinsamen Arbeit zusammenhängt. In München lebt die Familie zusammen, und obwohl die beiden sich in vielem ähneln, bleibt Musik offenbar der Bereich, in dem aus Nähe schnell Widerstand wird. Jürgen Drews ist damit auch nach seinem Rückzug von den großen Bühnen nicht aus dem Geschäft verschwunden, und genau deshalb dürfte jede neue gemeinsame Aufnahme wieder dieselbe Frage aufwerfen: Wer gibt am Ende den Ton an?
