Chile geht offenbar mit Lawrence Vigouroux ins Freundschaftsspiel gegen Portugal, nicht mit Brayan Cortés. Nicolás Córdova soll sich für den Keeper von Beginn an entschieden haben und damit den bisherigen Nationaltorhüter auf die Bank gesetzt haben, kurz bevor die Partie in Lissabon angepfiffen wird.
Gerade heute zieht vigouroux chile Aufmerksamkeit auf sich, weil die Entscheidung unmittelbar vor dem Anstoß fällt. Chile trifft am Samstag, 6. Juni, um 13:45 Uhr im Estadio Nacional do Jamor auf Portugal, und die Wahl im Tor ist damit kein Randthema mehr, sondern der erste große Eingriff in die Startelf für diesen Test.
Die Kritik kam prompt von Julio Rodríguez, der direkt zu Bolavip Chile sprach und Córdovas Auswahl scharf angriff. „Una vez más voy a decir lo mismo sobre Nicolás Córdova: no tiene idea sobre arqueros“, sagte der langjährige Torwarttrainer. Für ihn entscheidet Córdova offenbar nach Vorlieben und körperlichen Merkmalen; Fachleute bräuchten dagegen andere Gründe und andere Grundlagen, um einen Keeper für die Nationalmannschaft zu beurteilen.
Rodríguez machte auch deutlich, warum er Cortés für die passendere Wahl hält. Der Schlussmann sei früher eine Figur im chilenischen Fußball gewesen, habe bereits als zweiter Torwart von Chile gegolten und viele Spiele für La Roja bestritten, sagte er. Sein Stil sei Claudio Bravo sehr ähnlich gewesen. Vigouroux habe zwar nicht schlecht gespielt, doch Cortés verfüge in der Gesamtschau über mehr Qualitäten, und genau deshalb sei er für das Spiel gegen Portugal die richtige Besetzung gewesen.
Die Debatte hängt nicht nur an einer Personalie, sondern an der Art, wie Chile diesen Test einordnet. Das Spiel gegen Portugal ist ein Freundschaftsspiel, das zugleich dazu dient, Spieler und Alternativen für die Zukunft der Nationalmannschaft weiter zu prüfen. Deshalb bekommt die Torwartfrage sofort Gewicht: Sie sagt etwas darüber aus, wem Córdova in einem Spiel gegen einen großen Gegner vertraut.
Offen bleibt nun, ob Córdova die gemeldete Entscheidung bestätigt oder erklärt, warum er Vigouroux vor Cortés bevorzugt hat. Bis zum Anpfiff in Lissabon steht fest, dass Chile mit einer umstrittenen Wahl ins Tor geht und dass Rodríguez den Fall nicht als Detail, sondern als falsches Signal für die Partie gegen Portugal versteht.

