Charles Leclerc hat am Freitag im ersten Training in Monte Carlo die Bestzeit gesetzt und Ferrari damit früh die Rolle des Maßstabs im Formel-1-Wochenende von Monaco gegeben. Lewis Hamilton wurde im anderen Ferrari Zweiter, Max Verstappen Dritter, Kimi Antonelli Vierter.
Für die Suche nach formel 1 monaco ist genau das der Punkt: Die Zeiten des ersten Trainings zeigen schon am ersten Tag, wer auf dem engen Stadtkurs das Tempo bestimmt. Ferrari gilt vor dem sechsten Saisonrennen am Sonntag um 15.00 Uhr als klarer Favorit, weil in Monaco jede Zehntelsekunde auf der Strecke durch die Mauer begrenzt wird und eine gute Runde oft mehr wert ist als ein starker Rennrhythmus.
Leclerc machte diesen Anspruch mit einer Runde sichtbar, die Hamilton auf Platz zwei verwies. Der 41-jährige Brite war selbst in guter Form, doch sein Teamkollege blieb auf dem einzigen Kurs im Kalender, auf dem Mut und Präzision so dicht beieinanderliegen, schneller. Mercedes-Teamchef Toto Wolff fasste Ferraris Vorteil später in einem Satz zusammen: In den engen, winkligen Passagen seien sie eine eigene Liga.
Hinter Ferrari mischten sich die Kräfteverhältnisse schon im Training. Antonelli lag als Vierter erneut in Reichweite der Spitze, nachdem er vor dem Monaco-Wochenende mit vier Siegen in Serie und 43 Punkten Vorsprung auf George Russell zur Weltmeisterschaft angereist war. Mercedes war bis hierhin in den Grand-Prix-Rennen der Saison noch ungeschlagen, doch Monaco ist kein Kurs, auf dem sich Erfolg aus den bisherigen Ergebnissen einfach fortschreiben lässt.
Die zweite Einheit zeigte außerdem, wie schnell Monaco kleine Probleme groß macht. Lando Norris stellte sein Auto nur wenige Minuten nach Beginn wegen eines Batterieproblems ab, und kurz vor Schluss wurde das Training unterbrochen, nachdem an Sergio Perez’ Cadillac die Bremsen Feuer gefangen hatten. In Monte Carlo zählen nicht nur die schnellen Runden, sondern auch die Minuten, die ein Team verliert, wenn die Strecke keinen Fehler verzeiht.
Damit bleibt Ferrari der Name, an dem sich das restliche Feld messen muss. Die einzige offene Frage ist nun, ob Leclerc und Hamilton die Trainingsform am Sonntag in Startpositionen umsetzen können, die auf dieser Strecke fast schon über das Rennen entscheiden.

