Sophia Thomalla wird beim French-Open-Finale von Alexander Zverev gegen Flavio Cobolli am Sonntag in Paris nicht im Stadion sein. Sie ist wegen ihrer eigenen Arbeit verhindert und wird das Match deshalb verpassen.
Dass Thomalla nicht vor Ort ist, fällt umso mehr auf, weil sie seit 2021 mit Zverev zusammen ist und in dessen Umfeld längst zu den vertrauten Gesichtern gehört. Wer nach ihr sucht, sucht in diesen Stunden nach einer einfachen Antwort auf eine einfache Frage: Warum fehlt sie ausgerechnet jetzt, wo in Paris ein Titel auf dem Spiel steht?
Die Antwort ist nüchtern. Thomalla ist beruflich unterwegs und kann nicht bei jedem Turnier dabei sein. Sollte Zverev den Titel holen, will sie von Köln aus erst nach dem Finale nach Paris reisen und am Montagmorgen wieder zurück nach Köln fahren. Damit wäre sie nicht am entscheidenden Nachmittag im Court Philippe Chatrier, sondern nur im Fall eines Sieges noch für einen kurzen Abstecher in der Stadt.
Ihre Abwesenheit passt zu einem Muster, das Zverevs Umfeld schon länger prägt. Auch seine Mutter Irina wird die Partie nicht von der Tribüne verfolgen; sie hat wiederholt gesagt, dass sie die Matches ihres Sohnes im Stadion wegen der Nervosität kaum aushält. Bei den US Open machte sie ausnahmsweise eine Ausnahme und saß teilweise in der Box oder im Publikum, meist ist sie während der Spiele mit den Hunden Lövik und Junior auf dem Gelände oder in der Stadt unterwegs.
Zverev selbst hielt an der vertrauten Ordnung seiner Box fest. Acht Personen saßen in seiner Box auf dem Court Philippe Chatrier, und er wollte, dass sich diese Besetzung während des Turniers nicht verändert. Für den Finaltag bleibt damit vor allem eine Leerstelle: Thomalla ist nicht da, weil ihr eigener Job sie bindet, und ob sie Paris am Ende überhaupt noch sieht, hängt allein vom Ergebnis am Sonntag ab.

