Lesen: Extranjero: Kritik an Kunstmanns Karibikreise in der Distriktwoche

Extranjero: Kritik an Kunstmanns Karibikreise in der Distriktwoche

Veröffentlicht
2 Min. Lesezeit
Anzeige

Leandro Kunstmanns Reise in die Karibik während der hat ihm an diesem Mittwoch neue Kritik eingebracht, nachdem im Nationalkongress sagte, der Abgeordnete habe seinen Fehler eingeräumt. Die Debatte drehte sich damit nicht mehr nur um einen Urlaub, sondern um die Frage, wie ein Parlamentarier seine Zeit und seine Pflichten versteht.

Genau deshalb wird nach dem Fall jetzt so aufmerksam gesucht. Kunstmann hatte die Reise mit viel Vorlauf geplant und verteidigte sie mit den Worten: „cada uno tiene derecho a la vida privada“. Zugleich sagte er: „Estoy mandatado a hacer mi trabajo parlamentario de lunes a miércoles“. Für ihn endet die parlamentarische Arbeit also im Kern von Montag bis Mittwoch.

Moreno stellte diese Sicht im Kongress offen infrage. Er sagte, er habe mit Kunstmann gesprochen und dieser habe seinen Irrtum angenommen: „lo conversamos y él asumió su error“. Gleichzeitig nannte der Fraktionschef des republikanischen Lagers die Einordnung des Abgeordneten eine „frase desafortunada“. Aus seiner Sicht beschränkt sich parlamentarische Arbeit nicht auf Sitzungs- oder Ausschusstage im Saal, sondern findet auch in den Bezirken, an Donnerstagen und Freitagen, am Wochenende und in den Medien statt.

- Advertisement -

Damit prallten zwei Vorstellungen von Mandat aufeinander. Kunstmann stellte seine Woche als klar abgesteckt dar, Moreno machte daraus eine Frage des umfassenderen politischen Dienstes. Dass die Reise in die Distriktwoche fiel, verschärfte die Reaktion von Kollegen im Kongress, weil gerade diese Woche eigentlich dem Kontakt im Wahlkreis dienen soll und nicht dem Ausflug in die Karibik.

Der Streit blieb nicht bei Moreno stehen. nannte die Kontroverse „inaceptable“, sagte, Kunstmann werde „tendrá que responderle a su electorado de cómo es su ritmo de trabajo“. Für den Abgeordneten wird die Reise damit zum Maßstab seiner öffentlichen Glaubwürdigkeit, nicht nur zu einem privaten Termin außerhalb des Parlaments.

Offen bleibt, ob die Kammer daraus mehr als einen kurzen Aufruhr macht. Die Debatte um Reisen in der Distriktwoche hat bereits die Frage nach Regeln und möglichem unbezahltem Urlaub aufgeworfen, doch eine Änderung ist nicht bestätigt. Bis dahin bleibt Kunstmann der Mann, dessen Karibikreise den Streit darüber neu entfacht hat, was parlamentarische Arbeit eigentlich umfasst.

Anzeige
Diesen Artikel teilen