Chile plant für das Freundschaftsspiel gegen Portugal mit Felipe Loyola als zentralem Verteidiger. Nicolás Córdova setzt den Nationalspieler damit in eine Dreierkette, in der er nicht im Mittelfeld beginnt, sondern näher an der Abwehrmitte.
Die geplante Startelf, die an diesem Donnerstag genannt wurde, sieht Brayan Cortés im Tor vor, dazu Rodrigo Echeverría und Vicente Pizarro im Mittelfeld sowie Gonzalo Tapia im Angriff. Neben Loyola sollen Guillermo Maripán und Gabriel Suazo die drei Plätze in der letzten Linie bilden. Wer nach dem Grund sucht, warum sein Name gerade jetzt so viel Aufmerksamkeit bekommt, landet genau bei dieser Verschiebung: RedGol schrieb, Loyola habe zwar als rechter Verteidiger aufgetaucht, seine Rolle werde aber eine andere sein, und fügte hinzu, er könne sich in diesem Spiel die Show stehlen.
Der Wechsel fällt auf, weil Loyola in den vergangenen Monaten vor allem im Mittelfeld gespielt hatte und in dieser Woche von Córdova auch als rechter Verteidiger getestet wurde. Nun kehrt er im Projekt der Nationalmannschaft wieder in die defensive Achse zurück, obwohl er bei Pisa in der Saison 2025/26 bereits 11 Pflichtspiele, ein Tor, keine Vorlage und 539 Minuten gesammelt hat. Er reiste also mit Spielpraxis nach Chile, aber nicht in genau der Rolle, die ihm nun gegen Portugal zugedacht ist.
La Tercera berichtete, dass Córdova eine Dreierabwehr vorbereitet. Diese Lösung erinnert auch an frühere Einsätze unter Ricardo Gareca, als Loyola ebenfalls in defensiven Positionen verwendet wurde. Genau dort liegt der offene Punkt vor dem Anpfiff: Chile hat noch Trainingseinheiten vor sich, bevor der Trainerstab die Entscheidung endgültig festzurrt. Bleibt Loyola gegen Portugal in der Mitte der Dreierkette, oder zieht Córdova ihn doch noch einmal zurück ins Mittelfeld?

