Club Deportivo O'Higgins verlor am Sonntag in Rancagua das letzte Spiel des 14. Spieltags der Liga de Primera mit 2:3 gegen Everton. Die Niederlage ließ die Mannschaft von Lucas Bovaglio auf Platz zehn mit 19 Punkten stehen und verschärfte den Druck in einer Phase, in der jeder Ligapunkt zählt.
Gerade heute suchen viele nach O'Higgins, weil der Klub erst vor kurzem den Weg in die Copa Sudamericana-Playoffs geebnet hat und zugleich in der Liga abrutscht. Während international noch Chancen leben, reicht die Tabelle im Inland nicht für Zufriedenheit: Nach 14 Spieltagen liegt O'Higgins außerhalb der Plätze, die für internationale Qualifikation relevant sind, obwohl die Saison in Südamerika für den Verein noch nicht zu Ende ist.
Das Gewicht dieser Niederlage zeigt sich auch im Kalender. O'Higgins hat 2026 bereits 28 Partien bestritten, darunter 13 in der Liga de Primera, fünf in der Copa de la Liga, vier in der Copa Libertadores und sechs in der Copa Sudamericana. Diese Belastung trifft auf eine Mannschaft, die in der Copa de la Liga weiter ungeschlagen ist, dort mit 11 Punkten dasteht und als einziges Team schon einen Platz im Halbfinale sicher hat. Genau deshalb wirkt der Absturz in der Meisterschaft so hart: Drei Heimniederlagen nacheinander in El Teniente gegen Everton, Huachipato und Universidad de Concepción haben aus einem ordentlichen Heimauftritt eine Schwachstelle gemacht.
Der Kontrast ist schwer zu übersehen. Zu Hause hat O'Higgins zwar vier von acht Spielen gewonnen und kommt auf eine Heimquote von 50 Prozent, doch die jüngste Serie hat die Stabilität zerlegt. Bovaglio führt damit eine Mannschaft, die auf mehreren Bühnen unterwegs ist, aber im Ligaalltag den Halt verliert; ob der volle Terminplan der Hauptgrund ist, bleibt offen, doch die Zahlen deuten auf ein Team hin, das die Doppelbelastung spürt.
Jetzt richtet sich der Blick auf die nächste Aufgabe, und die kommt schnell: In der letzten Juliwoche trifft O'Higgins in den Copa-Sudamericana-Playoffs in zwei Spielen auf Boca Juniors, es geht um den Einzug ins Achtelfinale. Für Bovaglio ist das der Test, ob seine Mannschaft den internationalen Schwung in Punkte in der Liga umsetzen kann, bevor der Abstand nach oben größer wird.

