Das Erzbergrodeo feiert an diesem Wochenende in Eisenerz seine 30. Ausgabe. Zum Jubiläum des als härtestes Enduro-Rennen der Welt bekannten Bewerbs rücken nicht nur die schnellsten Fahrer, sondern auch erstmals Elektrofahrzeuge in den Mittelpunkt.
Genau deshalb wird nach dem Erzbergrodeo in diesen Tagen besonders oft gesucht: Das Rennen ist 30 Jahre nach seiner ersten Austragung 1995 immer noch eines der markantesten Ereignisse im Offroad-Kalender. Wer wissen will, was in Eisenerz passiert, bekommt diesmal eine Mischung aus Geschichte, Spitzensport und einer Premiere, die es so dort noch nicht gegeben hat.
Zu den Namen, die das Jubiläum prägen, gehört Manuel Lettenbichler. Der Deutsche könnte mit einem weiteren Erfolg am Erzberg Geschichte schreiben. Für den steirischen Fahrer Michael Kratzer ist das Wochenende ein persönlicher Einschnitt: Er erlebt dort sein lang erwartetes Debüt. Dass beide in einem Feld starten, das die besten und härtesten Enduro-Piloten aus aller Welt anzieht, passt zum Anspruch des Rennens.
Gerade dieser Anspruch macht den neuen Akzent bemerkenswert. Das Event lebt von Tradition und Härte, öffnet sich in diesem Jahr aber zugleich erstmals für elektrische Fahrzeuge. Wie sie sich auf dem Erzberg schlagen werden, ist noch offen. Genau darin liegt die eigentliche Neugier dieses Wochenendes: Ein Rennen, das seit 1995 seinen Mythos über Verbrenner, Schweiß und Steilhänge aufgebaut hat, testet nun auch, wie viel Zukunft in diesem Mythos steckt.
Für Eisenerz ist die 30. Auflage damit mehr als ein Jubiläum. Sie ist ein Härtetest für die Legende selbst — und ein erster Blick darauf, ob die Elektromobilität beim Erzbergrodeo nur Gast ist oder irgendwann mehr werden könnte als ein Premierenauftritt.

