Dylan Larkin hat bei den Detroit Red Wings nach mehreren Quellen kürzlich einen Trade verlangt. Für die Franchise ist das eine ungewöhnliche Wendung, weil es nicht nur ihren Kapitän betrifft, sondern einen Spieler, der als Top-Line-Centre in einer Liga mit akutem Bedarf an solchen Leuten gilt.
Dass die Suche nach der Geschichte jetzt hochgeht, liegt am Zeitpunkt. Der Fall ist erst jetzt öffentlich geworden, und zwischen diesem Moment und dem Draft könnte sich die Sache noch bewegen. Genau deshalb wird jeder Hinweis auf Larkin derzeit sofort gelesen: ein möglicher Abschied eines Spielers, der bei den 4 Nations und bei den Olympics stark auftrat, wäre für Detroit und den Markt gleichermaßen schwer zu übersehen.
Mehrere Quellen sagten, niemand wolle sich dazu äußern. Larkin äußerte sich nicht, auch sein Agent Pat Brisson nicht, und Red-Wings-Executive-Vice-President und General Manager Steve Yzerman blieb ebenfalls stumm. Diese Zurückhaltung passt zu einem Thema, das sofort die nächste Frage aufwirft: Wie ernst ist ein Trade überhaupt, wenn Larkin in dieser Saison und auch in der nächsten eine vollständige No-Trade-Klausel besitzt?
Genau dort sitzt der Haken. Ein Spieler kann nicht einfach verschoben werden, wenn er die Bewegung nicht freigibt, und doch berichten mehrere Quellen, dass Larkin selbst den Schritt angestoßen habe. Das macht den Fall so heikel für Detroit: Sollte es zu etwas kommen, müsste der Kapitän nicht nur den Wechsel wollen, sondern auch festlegen, wohin er gehen würde.
Sportlich ist die Logik klar. Detroit hat es wiederholt nicht in die Playoffs geschafft, und als möglicher Hintergrund wird auch ein eher frostiges Verhältnis zwischen Larkin und dem obersten Hockey-Verantwortlichen des Klubs genannt. Dazu kommt ein NHL-Markt, in dem Spieler offener mit Wechselwünschen umgehen. Matthew Tkachuk setzte mit seinem Wechsel ein Machtzeichen in eine andere Situation, Quinn Hughes tat es ebenfalls. Yzerman gilt zugleich als jemand, der sich nicht in ein Szenario drängen lässt, das er nicht mag.
Darum ist der eigentliche offene Punkt nicht mehr, ob der Name Larkin plötzlich auf dem Markt liegt, sondern welche Teams überhaupt eine Chance hätten, wenn er sich bewegt. Der nächste Stichtag ist der Draft, doch ob der Kapitän dort überhaupt grünes Licht für einen Deal geben würde, bleibt der Teil der Geschichte, der noch fehlt.

