Lesen: León XIV reist vom 6. bis 12. Juni nach España mit vier Stopps

León XIV reist vom 6. bis 12. Juni nach España mit vier Stopps

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León XIV wird vom 6. bis 12. Juni nach España reisen. Es ist seine vierte internationale Reise, und sie führt ihn nach Madrid, Barcelona, Gran Canaria und Tenerife. Der Papst wird dabei rund 2.500 Kilometer zurücklegen.

Die Details nannte bei einem Briefing für Journalisten. Die Erwartung sei „enorm“, sagte er, und das aus gutem Grund: In Spanien werden den Angaben zufolge rund eine halbe Million Gläubige registriert sein, wenn der Papst mit Vertretern der Kirche und staatlichen Institutionen zusammenkommt. Auf dem Plan stehen außerdem Begegnungen mit Tausenden jungen Menschen, Familien sowie Persönlichkeiten aus Sport, Kultur und Unterhaltung. Insgesamt sind 23 Interventionen vorgesehen, darunter Reden, Grußworte und Homilien. Genau deshalb wird die Reise in Spanien und weit darüber hinaus schon vor ihrem Beginn aufmerksam verfolgt.

Bruni stellte Spanien als „eine Erde alter christlicher Tradition“ dar, zugleich aber auch als Land, das im Herzen des Mittelalters ein Labor des Dialogs zwischen verschiedenen Welten gewesen sei. Er verwies auf die , wo im 16. Jahrhundert scholastische Theologie und internationales Recht zusammenkamen und daraus die Reflexion über die Rechte und die Würde jedes Menschen entstand. Er nannte und als große Heilige des Landes. Diese historische Linie erklärt, warum der Besuch nicht nur kirchlich, sondern auch kulturell aufgeladen ist: Spanien wird als Ort gezeigt, an dem christliche Tradition, Geistesgeschichte und öffentliche Debatte bis heute ineinandergreifen.

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Gleichzeitig trifft der Papst auf ein Land, in dem nicht nur die Vergangenheit spricht. Auf der Reise werden Frieden in Kriegszeiten, Abrüstung, die Rolle der Kirche in Spanien und in Europa sowie der Schutz des Lebens, besonders wenn es am verletzlichsten ist, zur Sprache kommen. Auf den Kanarischen Inseln wird León XIV über Migration sprechen, eine Frage, die dort durch menschliche und familiäre Tragödien der vergangenen Jahre geprägt ist. Tausende Menschen kamen über die sogenannte an; der Papst soll dort Migrantengeschichten hören und das Bemühen sehen, sie aufzunehmen. Dass Spanien zugleich als Land alter Frömmigkeit und als Schauplatz aktueller Not beschrieben wird, macht den Besuch politisch heikler, als es ein bloßer Terminplan vermuten lässt.

Offen bleibt vor allem das genaue Programm vor Ort: welche Veranstaltungsorte, welche Begegnungen, welche öffentlichen Bilder der Papst in Madrid, Barcelona, Gran Canaria und Tenerife setzen wird. Sicher ist nur der Rahmen. Zwischen dem 6. und 12. Juni beginnt eine Reise, die die spanische Kirche, staatliche Institutionen und die Debatte über Europas Verantwortung für Frieden und Migration gleichermaßen berühren dürfte.

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