VfL Wolfsburg soll sich mit Robert Glatzel auf einen Vertrag über zwei Jahre geeinigt haben. Der 32 Jahre alte Stürmer von Hamburger SV wäre damit ein zentraler Baustein für den Umbau der Wolfsburger Offensive.
Der Zeitpunkt erklärt, warum der Name gerade jetzt an Fahrt gewinnt: Wolfsburg richtet den Kader nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga neu aus und sucht Erfahrung für den Angriff, weil Jonas Wind und Mohamed Amoura den Klub wohl verlassen werden. Am Montag hatte der Verein bereits Fraser Hornby aus Darmstadt verpflichtet, nun passt Glatzel genau in das Bild eines Teams, das schnell verlässliche Tore braucht.
Dass der Deal dennoch nicht kurz vor dem Abschluss steht, zeigt der Stand zwischen den Klubs. Zwar soll Glatzel persönlich bereits zugesagt haben, doch zwischen Wolfsburg und HSV gab es dem Vernehmen nach weder ein Angebot noch formale Verhandlungen. Im Raum steht deshalb weiter eine Ablöse von rund 1,5 Millionen Euro, während Wolfsburg eher unter 1 Million Euro zahlen will.
Für Hamburg hätte ein Abschied Folgen über den bloßen Verlust eines Namen hinaus. HSV müsste mit dem Geld zwei oder sogar drei neue Stürmer suchen. Glatzel bringt dafür eine Bilanz mit, die in der 2. Bundesliga Gewicht hat: 189 Spiele für HSV, Heidenheim und Kaiserslautern, 94 Tore und die Torjägerkrone in der Saison 2023/24. In der Spielzeit 2024/25 kam er nach Verletzungsproblemen nur auf 21 Einsätze, davon acht von Beginn an, mit vier Toren und zwei Vorlagen in 712 Minuten.
Glatzel selbst hatte im März schon deutlich gemacht, dass er offen für eine Veränderung ist. Er habe noch ein Jahr Vertrag, sagte er damals, wolle aber eine ähnliche Phase wie in den vergangenen neun Monaten auf keinen Fall noch einmal erleben. Genau deshalb hängt der Wechsel nun an einer einfachen, aber entscheidenden Frage: Finden Wolfsburg und HSV am Ende doch noch einen Preis, der beide Seiten zum Ja bringt?
