Die Kapfenberg Bulls stehen am Donnerstag in Oberwart vor einem Spiel ohne Ausweg. Nur ein Sieg hält ihre Finalserie am Leben; verliert Kapfenberg, holt Oberwart den dritten österreichischen Meistertitel in Folge.
Genau deshalb wird nach Gunners – Kapfenberg jetzt so oft gesucht. Donnerstag, der 18., ist der Tag, an dem sich entscheidet, ob die Bulls noch einmal zurückkommen oder Oberwart vor eigenem Publikum den Titel feiert. Im Mittelpunkt steht dabei Vitaliy Zotov, der Spielmacher von Kapfenberg und ukrainische Nationalspieler, der in seiner ersten Saison in der Steiermark schon zu einem Fanliebling geworden ist.
Seine Beliebtheit zeigte sich am Samstag nach dem letzten Finalspiel gegen Oberwart sehr deutlich. Kaum war die Schlusssirene verklungen, kamen zahlreiche Kinder zu Zotov, um Autogramme und Selfies zu bekommen. Für Kapfenberg ist das mehr als eine nette Szene am Rand eines Finales. Es zeigt, wie schnell der 25-Jährige, der in einer entscheidenden Phase Verantwortung tragen soll, in der Stadt angekommen ist.
Doch ausgerechnet dieser Publikumsliebling weiß auch, wie schmal der Grat am Donnerstag ist. Zotov will Oberwart stoppen, aber die Bulls sind die Mannschaft, die auswärts liefern muss. Oberwart braucht nur noch diesen einen Heimsieg für den dritten Titel nacheinander, während Kapfenberg unter Druck steht, das Spiel offen zu halten und die Serie in die nächste Runde zu retten.
Darum ist der Abend in Oberwart mehr als ein weiteres Finalspiel. Für die Bulls geht es um das Weiterleben ihrer Meisterchance, für Oberwart um die Krönung einer Serie, die bereits zwei Titel umfasst. Wenn Kapfenberg den Auswärtssieg schafft, bleibt die Entscheidung offen. Wenn nicht, ist die Saison vorbei und Oberwart hat genau das erreicht, wovor die Bulls jetzt am meisten warnen.
