Lesen: Semana Distrital: Leandro Kunstmann verteidigt Karibikreise nach Kritik

Semana Distrital: Leandro Kunstmann verteidigt Karibikreise nach Kritik

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hat seine Reise in den Karibikraum während der vergangenen von Ende Mai am Dienstag verteidigt. Der Abgeordnete des aus dem Bezirk 24 der Region Los Ríos stellte die Fahrt als lange geplanten Familienausflug dar und wies die Kritik zurück, die nach seiner Auslandsreise laut geworden war.

Die Kritik war gerade deshalb so laut, weil in sozialen Netzwerken verbreitet wurde, Kunstmann sei 83 Tage nach seinem Amtsantritt ins Ausland gereist. Für viele Beobachter wirkte das wie ein Widerspruch zu einer Woche, die eigentlich für Arbeit vor Ort reserviert ist, und die Frage stand sofort im Raum, ob ein neu gewählter Parlamentarier in einer solchen Phase erreichbar sein muss.

Kunstmann antwortete darauf mit einer einfachen Linie: Jeder habe ein Recht auf Privatleben, und entscheidend sei, dass er seine Arbeit im Parlament erledige. „Creo que cada uno tiene derecho a la vida privada. Cualquiera puede salir sea semana distrital o no, lo importante es que yo haga mi trabajo en el Parlamento, por eso me pagan una dieta“, sagte er. Er betonte außerdem, der Trip sei „con mucha anticipación“ geplant worden, bereits im vergangenen Jahr und mit klarer familiärer Absicht.

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Nach seinen Angaben reiste er mit seinen Geschwistern, seinem Vater und seiner Mutter. Kunstmann sagte zudem, er habe praktisch vier Jahre lang keinen Urlaub gehabt, weil er neben der Politik auch gearbeitet und ein eigenes Unternehmen geführt habe. „Hace prácticamente cuatro años que no tenía vacaciones“, sagte er. „Los emprendedores no tenemos vacaciones porque trabajamos 100 por ciento todo el año.“

Der Reibungspunkt bleibt jedoch, dass der Abgeordnete sein parlamentarisches Arbeitsfenster selbst auf Montag bis Mittwoch legt, während ihm zugleich vorgehalten wurde, ausgerechnet in der Semana Distrital außer Landes gewesen zu sein. Kunstmann sagte, seine Arbeit in den Kommissionen laufe an diesen Tagen und er sei dafür mandatiert. Zugleich verwies er darauf, dass er in seiner Woche im Wahlkreis nach eigener Darstellung den Bezirk „por lejos“ am häufigsten bereist habe und dies mit mehr als 35 Anträgen auf Kontrolle gegenüber Gemeinden, Behörden und Ministerien belegen könne.

Damit hat Kunstmann die Reise politisch verteidigt, aber die offene Frage bleibt unverändert: Es ist nicht bekannt, ob die Auslandsfahrt irgendeine formelle Abwesenheit, einen Verstoß gegen Vorgaben oder eine institutionelle Folge nach sich zog. Für seine Wähler im Bezirk 24 ist genau das der Punkt, an dem aus einem Familienurlaub eine Prüfung seines Amtsverständnisses geworden ist.

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