Lesen: Emilia Clarke änderte nach dem Emmy-Verlust ihren Blick auf Erfolg

Emilia Clarke änderte nach dem Emmy-Verlust ihren Blick auf Erfolg

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Am Morgen nach den 2019 wollte Erfolg neu definieren. Die britische Schauspielerin war nach ihrem ersten Rennen in der Lead-Kategorie leer ausgegangen, und der Verlust traf sie so hart, dass sie die After-Partys sausen ließ und nach Hause ging.

Warum gerade diese Nacht nachhallt, erklärt sich aus der Rolle, die Clarke damit verbinde. Als Daenerys Targaryen in war sie längst ein Weltstar; doch nach drei Nominierungen in der Nebenkategorie und der ersten Nominierung als Hauptdarstellerin im Drama entschied die Academy damals für , die für gewann. Clarke sagte später, sie sei „crushed“ gewesen, weil ihr die Niederlage plötzlich größer vorkam als die Auszeichnung selbst.

Im Hotel Café Royal in London, wo sie an einem Aprilnachmittag über den Abend sprach, beschrieb Clarke den Moment mit ungewöhnlicher Härte gegen sich selbst. Sie habe im in Los Angeles um sich geschaut und gedacht: „Everyone’s over ‘Game of Thrones’ now — you’re old news.“ Am nächsten Morgen habe sie sich geschworen, sich nie wieder so zu verhalten. Es war weniger ein Satz über eine Trophäe als über das Bild, das sie von sich selbst hatte.

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Genau dort liegt der Bruch. Clarke war nach Branchenmaßstäben schon lange erfolgreich; sie hatte neben Game of Thrones auch in Terminator Genisys 2015 und Solo: A Star Wars Movie 2018 gespielt. Trotzdem sagte sie, nicht zu gewinnen sei für sie „a really significant thing“ gewesen. Dass sie sich selbst als jemand mit „a 13-year-old’s idea of success“ beschrieb, macht den Verlust nicht kleiner, sondern menschlicher: Der Schmerz kam nicht aus dem Mangel an Ruhm, sondern daraus, dass Ruhm für sie offenbar noch immer wie ein Urteil wirkte.

Hinzu kam, dass Game of Thrones im Mai 2019 zu Ende gegangen war und Clarke schon öffentlich über ihre Wut auf das Ende von Daenerys Targaryens Geschichte gesprochen hatte. In einem früheren Gespräch sagte sie, sie sei „absolutely livid“ über die Art von Daenerys’ Tod gewesen, und hatte in einem anderen Zusammenhang erklärt, sie habe das Gefühl gehabt, dem Tod entkommen zu sein und er komme nun zurück. Wer Clarke damals beobachtete, sah keine Schauspielerin, die an einem einzigen Preis hing, sondern eine Frau, die nach dem Ende ihrer prägenden Rolle ihre Maßstäbe neu sortieren musste.

Was sie danach konkret änderte, bleibt offen. Aber der Morgen nach den Emmys zeigt den Wendepunkt schon klar genug: Clarke begann, Erfolg nicht mehr mit Applaus zu verwechseln, sondern mit etwas, das weniger sichtbar ist und deutlich schwerer zu verlieren.

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