Real Madrid hat seine Suche nach einem Rechtsverteidiger in den vergangenen Tagen auf Denzel Dumfries und Pedro Porro konzentriert. Fabrizio Romano berichtet, dass die beiden derzeit die wichtigsten Optionen für die rechte Abwehrseite sind, nachdem der Klub nach dem Abschied von Dani Carvajal dort nachlegen muss.
Warum das jetzt drängt, ist klar: Auf dem rechten Flügel steht Madrid momentan nur noch Trent Alexander-Arnold als spezialisierter Spieler zur Verfügung. Wenn er fehlt, halfen zuletzt sogar Federico Valverde oder Marco Asensio aus. Für einen Klub, der Fehler auf dieser Position vermeiden will, ist das keine Dauerlösung, sondern ein Hinweis auf akuten Handlungsbedarf.
Dumfries passt dabei in das Bild eines sofort einsetzbaren Profis. Der Niederländer spielt für die Nationalmannschaft der Niederlande, sein Vertrag bei Inter Mailand läuft bis 2028, und Transfermarkt taxiert seinen Wert auf rund 25 Millionen Euro. Real Madrid interessiert sich zudem auch für Liverpool, doch Inter ist nach den vorliegenden Informationen nicht bereit zu verhandeln und würde den Spieler nur gegen Zahlung der vollständigen Ablöse freigeben.
Porro steht in einer ähnlichen Lage. Der Spanier von Tottenham wird auf rund 40 Millionen Euro geschätzt, und auch hier ist die Verkaufsbereitschaft gering. Tottenham will ihn in diesem Sommer nicht ziehen lassen und betrachtet ihn als wichtigen Teil des Kaders; Roberto De Zerbi und das sportliche Management wollen offenbar alles tun, um ihn zu halten. Dass auch Manchester City Interesse zeigt, macht die Sache für Madrid nicht einfacher.
Gerade darin liegt der Knackpunkt: Madrid sucht zwei Lösungen für dieselbe Lücke, doch beide bevorzugten Vereine senden bislang das gleiche Signal, nämlich kein Verkaufsgespräch. Für einen Klub, dessen Transferpolitik traditionell auf erfahrene und bewährte Spieler setzt, ist das eine heikle Ausgangslage, weil die Wunschliste bekannt ist, aber der Markt sich kaum bewegt.
In den kommenden Wochen dürfte sich entscheiden, ob Real Madrid bei Dumfries oder Porro überhaupt eine Tür öffnen kann. Noch ist offen, welcher der beiden Namen am Ende tatsächlich auf der rechten Seite landet — oder ob Madrid sich erneut gezwungen sieht, mit Übergangslösungen in eine Position zu gehen, die längst geschlossen sein sollte.

