João Palhinha steht offenbar vor einem dauerhaften Abschied von Bayern München. Tottenham Hotspur ließ die Kaufoption über rund 30 Millionen Euro verstreichen, will den Deal aber dennoch neu verhandeln, während Sporting Lissabon laut portugiesischen Berichten bereits deutlich näher an einer Einigung mit dem Mittelfeldspieler ist.
Genau deshalb rückt Palhinha jetzt wieder in den Mittelpunkt. Der Portugiese war vor der Saison 2025/26 nach London ausgeliehen worden und bekam dort deutlich mehr Spielzeit als in München, wo er sich nicht dauerhaft festsetzen konnte. Bei Tottenham wurde er zudem in der Phase des Abstiegskampfs zu einer wichtigen Stütze, was die Suche nach seiner nächsten Station erst so dringlich macht.
Für Bayern wäre ein Abschied nach so kurzer Zeit ein herber Schnitt. Der Klub hatte Palhinha im Sommer 2024 für rund 51 Millionen Euro von Fulham verpflichtet, nachdem ein Wechsel schon ein Jahr zuvor in letzter Minute gescheitert war. Zwei Jahre nach seinem ersten Anlauf könnte der Weg also doch noch weiterführen, allerdings nicht in die Richtung, die Bayern bei der Rekordinvestition wohl eingeplant hatte.
Brisant ist dabei, dass Tottenham zwar die Option auslaufen ließ, aber dennoch an einer neuen Lösung arbeitet. Das passt nur bedingt zu der Lage, die der Klub selbst geschaffen hat, und genau darin liegt der Druck auf die Gespräche: Einerseits soll Palhinha gern bei Tottenham bleiben, wie Fabrizio Romano berichtet, andererseits bewegt sich Sporting mit ihm schon weit in Richtung eines Abschlusses. Beide Seiten können sich also auf einen Spieler berufen, der sportlich gebraucht wird, aber vertraglich noch nicht fest gebunden ist.
Damit ist die offene Frage nicht mehr, ob Palhinha Bayern verlassen kann, sondern wohin er am Ende tatsächlich geht. Sporting scheint aktuell am nächsten an einer Einigung, doch solange Tottenham den bereits verstrichenen Kaufpreis von rund 30 Millionen Euro neu verhandeln will und keine endgültige Zusage vorliegt, bleibt der Ausgang offen. Für Bayern ist das die nächste Entscheidung über einen Transfer, der kaum zwei Jahre nach seiner Ankunft schon wieder auf dem Prüfstand steht.

